Bugatti Destrier: neues Einzelstück
1600 PS und nur einen Meter hoch: Bugatti zeigt den Destrier

1600 PS, nur ein Exemplar und kein großer Heckflügel: Bugatti macht aus dem radikalen "Bolide" ein elegantes Einzelstück namens "Destrier".
Bild: Bugatti
Bugatti zeigt mit dem Destrier ein neues Einzelstück der hauseigenen Solitaire-Reihe. Die Besonderheit: Als Basis dient ausgerechnet der radikale Bolide. Aus dem kompromisslosen Tracktool mit riesigem Heckflügel und maximalem Abtrieb entstand ein eleganter Supersportwagen, der vor allem mit seinen Proportionen beeindrucken soll. Unter der Karosserie arbeitet weiterhin der bekannte 8,0-Liter-W16 mit 1600 PS.
Der Name "Destrier" stammt von den besonders kräftigen Streitrossen des Mittelalters. Passend dazu wirkt der neue Bugatti wie ein geducktes Raubtier: Mit nur einem Meter Höhe ist er niedriger als jedes andere Modell der Marke. Große 20-Zoll-Räder vorne und 21-Zoll-Felgen hinten betonen die extrem flache Silhouette zusätzlich.
Bolide-Technik ohne Rennstrecken-Look
Die Grundidee hinter dem Destrier ist ungewöhnlich. Die Designer fragten sich offenbar, wie der Bolide wirken würde, wenn sämtliche aerodynamischen Anbauteile verschwinden. Also verzichtete Bugatti weitgehend auf Flügel, Luftleitwerke und die kompromisslose Rennoptik des Trackcars. Übrig blieb eine deutlich ruhigere Formensprache mit breiterem Hufeisengrill, geschwungenen Karosserielinien und einer eleganten Heckpartie.


Nicht sofort zu erkennen: Das neue Einzelstück "Destrier" (links) basiert auf dem Bugatti Bolide.
Bild: Bugatti | Bugatti Automobiles S.A.S
Technisch bleibt jedoch alles beim Alten: Der Destrier basiert weiterhin auf dem Carbon-Monocoque des Bolide. Auch der bekannte W16-Motor mit vier Turboladern wurde unverändert übernommen und leistet 1600 PS. Angaben zu den Fahrleistungen macht Bugatti nicht – die Performance steht bei diesem Projekt ausdrücklich nicht im Vordergrund.
Hommage an legendäre Bugatti-Klassiker
Bugatti sieht den Destrier in einer Tradition mit historischen Modellen wie dem Type 57G Tank und dem berühmten Type 57 SC Atlantic. Beide Fahrzeuge teilten sich einst dieselbe technische Basis, waren aber völlig unterschiedlich ausgelegt. Genau dieses Prinzip soll nun auch für Bolide und Destrier gelten: ein Chassis, zwei komplett verschiedene Charaktere.

Ist das noch ein Auto oder schon ein rollendes Kunstwerk?
Bild: Bugatti
Daran erinnert sogar eine spezielle Gravur oberhalb der Frontscheibe, die beide historischen Fahrzeuge dargestellt.
Maßgeschneiderter Innenraum
Auch im Cockpit entfernt sich der Destrier deutlich vom kompromisslosen Bolide. Statt Motorsport-Atmosphäre setzt Bugatti auf Luxusmaterialien wie Leder, Nubuk und ein eigens entwickeltes 3D-Strickgewebe mit eingearbeiteten Kupferfäden. Die Farbkombination aus dem warmen Braunton "Ambre Voyageur" und dem exklusiven Blauton "Sapphire Celeste" wurde speziell für dieses Einzelstück entwickelt.

Luxus statt Rennstrecke: Im Destrier setzt Bugatti auf Leder, Nubuk und ein spezielles 3D-Gewebe. Die kleine Frankreich-Flagge erinnert an die Herkunft der Marke.
Bild: Bugatti
Viele Details sind handgefertigt. Dazu gehören gehämmerte Metalloberflächen an Türöffnern, Lüftungsdüsen und Lenkrad. Das Modellabzeichen auf dem Öleinfüllstutzen trägt zudem die Kennzeichnung "1/1" und macht klar: Einen zweiten Destrier wird es nicht geben.
Service-Links
