Verkehr in Paris

Bundesrat: Vorstoß gegen Autos mit Klappenauspuff

Sportwagen sollen nicht mehr lärmen

Der saarländische Umweltminister Jost plant einen Vorstoß gegen Autos mit Klappenauspuff. Sie sollen als "Verursacher unnötigen Lärms" gekennzeichnet werden, berichtet WELT. Das wäre ihr Aus.
(brü) In Deutschland sind Autos mit Klappenauspuff legal, solange sie nicht die vorgeschriebenen Grenzwerte für Motorenlärm überschreiten. Doch nun entbrennt eine Diskussion um den Lärm, der von Sportwagen mit Klappenauspuff ausgeht. Der saarländische Umwelt- und Verbraucherschutzminister Reinold Jost (SPD) will nach WELT-Informationen auf der Konferenz der Umweltminister der Länder ab 7. November 2018 mit einem Vier-Punkte-Plan zum "Schutz gegen Motorenlärm" gegen Fahrzeuge mit Klappenauspuff vorgehen. Damit verfolgt der Saarländer das Ziel, dass die Länder Autos mit "Klappenauspuffanlagen als Verursacher für unnötigen Straßenverkehrslärm anerkennen", heißt es in dem Entwurf. Dazu ein Kommentar.
Sollten die Länder diesem Entwurf folgen, droht Sportwagen mit Auspuffklappen das Aus. Denn in Bezug auf Lärm ist die Straßenverkehrsordnung (StVO) eindeutig. Dort heißt es: "Bei der Benutzung von Fahrzeugen sind unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen zu vermeiden." Damit wären einige Sportwagen wie Jaguar F-Type, Mercedes-AMG C 63, Porsche GT3 und Hyundai i30 N bedroht. Zumal Jost plant, den Bund zu bitten, "ein rechtliches Verbot von Klappenauspuffanlagen in Deutschland zu prüfen". Ähnliche Bestrebungen gibt es bereits im benachbarten Ausland. So ist es in der Schweiz seit 2016 verboten, Klappensysteme bei Auspuffanlagen nachzurüsten.

Stichworte:

Verkehrspolitik

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