(dpa/cj) Die deutschen Reise- und Linienbusse sind technisch meistens sicher. Die Fahrzeuge hätten ihr hohes Niveau gehalten, stellte der TÜV-Verband (VdTÜV) in einer am Freitag (11. September 2015) veröffentlichten Mitteilung fest. Mehr als vier von fünf Bussen (81,4 Prozent) bestanden bei der Auswertung für die Jahre 2013 und 2014 die TÜV-Prüfung auf Anhieb. 66,9 Prozent waren mängelfrei, 14,5 Prozent hatten geringe Mängel. Erhebliche Mängel wiesen 18,5 Prozent der Busse auf, sie mussten nochmals beim TÜV vorfahren. Lediglich 0,1 Prozent wurden als verkehrsunsicher beurteilt und musten sofort stillgelegt werden.
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Der TÜV hatte rund 50.000 Hauptuntersuchungen von Reise- und Linienbussen analysiert. Die häufigsten Mängel stellten die Prüfer bei der Beleuchtung fest. Busse aus dem Ausland wurden in der Studie nicht erfasst. "Rein statistisch ist der Bus eines der sichersten Verkehrsmittel überhaupt", sagte VdTÜV-Präsidiumsmitglied Klaus Brüggemann. Das zeige ein Vergleich mit anderen Fahrzeugkategorien. Bei den Personenwagen (Pkw) hatten 23,5 Prozent erhebliche Mängel, bei den Nutzfahrzeugen sogar 25,3 Prozent.

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Bei den Lastwagen schnitten die Kleintransporter bis 3,5 Tonnen (26,0 Prozent mit erheblichen Mängeln) und Transporter von 7,5 bis 18 Tonnen Gewicht (26,9 Prozent) am schlechtesten ab. Viel besser ist die Bilanz bei den schweren Lkw ab 18 Tonnen mit einer Mängelquote von 21,8 Prozent. Hier zeigt sich nach Einschätzung des TÜV eine strengere Sicherheitsphilosophie: "Schwere Lkw, die im Güterverkehr häufig just in time eingetaktet sind, müssen in einem Top-Zustand sein." Blieben sie liegen, koste das die Speditionen eine Menge Geld.