Caddy, Berlingo und Co: Hochdachkombis als Camper
Mit diesen Campingmodulen werden Hochdachkombis zu Wohnmobilen

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VW Caddy, Renault Kangoo, Citroën Berlingo und Co eignen sich nicht nur als Familienauto, sondern auch als Camper. Doch was gibt es für Campingboxen und -module? Was kosten sie? Eine Auswahl.
Bild: Ququq
Hochdachkombis haben zwei wichtige Eigenschaften: Sie haben eine überdurchschnittliche Innenraumhöhe und bieten zudem ausreichend Platz für sperriges Gepäck. Somit sind sie nicht ohne Grund beliebte Familienfahrzeuge. Außerdem praktisch: VW Caddy, Renault Kangoo und Co lassen sich schnell zum Camper umbauen. Einfach einen einzelnen Küchenblock oder ein Bettmodul einbauen und fertig ist der Mini-Camper.
Biberbox: Hochdachkombis schnell zum Camper umbauen
Wer nur für ein Wochenende verreisen möchte, kann sich zum Beispiel die sogenannte Biberbox anschauen. Dieser Campingbausatz passt in so gut wie jeden gängigen Hochdachkombi und lässt sich ohne Werkzeug und mit wenigen Handgriffen aufbauen. Die Holzbox wird in den Laderaum gestellt. Wer eine Liegefläche haben möchte, klappt einfach die über Aushebescharniere verbundenen Liegeelemente auseinander.

Die Biberbox wird in den Kofferraum gestellt. Beim Aufklappen zweier Elemente entsteht die Liegefläche.
Mit der passenden Matratze entsteht dann ein Bett mit den Maßen 1,20 x 2,0 Meter. Auch ausgefuchst: Die Box bietet am Fußende Platz für Gepäck, Wasserkanister und Gaskocher. Und wer seinen Hochdachkombi doch wieder als Alltagsfahrzeug nutzen möchte, kann die Biberbox wieder zusammenklappen und in den Keller oder die Garage stellen. Kostenpunkt: 959 Euro (ohne Matratze, Kanister und Gaskocher).
Mini-Camper: Travel Tiger machen aus Hochdachkombi einen Camper
Das Kölner Start-up Travel Tiger hat eine Bettkonstruktion entwickelt, die sowohl in die meisten Hochdachkombis passt als auch zu Hause als Gästebett genutzt werden kann. Das System zeichnet sich vor allem durch ein geringes Packmaß und ein leichtes Gewicht aus. Damit richtet sich die Konstruktion auch an allein reisende Frauen, die ihr Bett schnell und einfach aufbauen können. Preis: 1699 Euro.

Das Bettgestell von Travel Tiger macht aus einem Hochdachkombi einen Camper. Mit der zusätzlichen Outdoorküche hat man alles, was man braucht.
Bild: Travel Tiger
Auch eine Outdoor-Küche haben die Tiger im Angebot. Diese kann während der Fahrt in die Bettkonstruktion gehangen werden, damit sie im Mini-Camper keinen Platz klaut. Am Zielort angekommen, wird das Küchengestell schnell aufgestellt und bietet einen Zwei-Flammen-Gasherd, eine Spüle samt Frischwassertank und Arbeitsfläche. Preis: 1299 Euro.
Hochdachkombi Camper: Komfort mit Ququq-Campingbox
Ist ein längerer Ausflug geplant, bedarf es oftmals mehr Komfort. Eine Alternative zur Biberbox ist hier die Campingbox von Ququq. Für mindestens 2790 Euro gibt's eine ausklappbare Matratze, eine Küchenzeile samt Gaskocher, eine Kühlbox plus zwei 10-Liter-Frischwasser-Kanister mit Ablasshahn und ein kleines Spülbecken. Nur auf eine Dusche muss verzichtet werden. Wer eine mobile Campingtoilette möchte, muss sich diese selbst kaufen, findet aber in dieser Campingbox sicher noch Platz zum Verstauen.

Das Campingmodul von Ququq bietet ein Bettgestell samt Schubladen mit Gaskocher und Stauraum für eine Kühlbox und Frischwasser.
Bild: Ququq
Das komplette System bildet eine kompakte Einheit. So kann man nichts vergessen und der Einbau soll binnen einer Minute erledigt sein. Die Küche kann in wenigen Sekunden genutzt werden und das Bett wird mit einem Handgriff ausgeklappt. So kann man in vollen Zügen den Urlaub genießen und entspannt flexibel reisen.
Flip Campingbox: Hochdachkombi als Camper nutzen
Bei der Campingbox von Flip handelt es sich nicht um ein einheitliches Modell. Das aus zwei separaten Boxen bestehende Paket ist auf jedes Automodell speziell zugeschnitten. Der slowenische Hersteller Sipras gibt eine Einbauzeit von gerade mal fünf Minuten an.

Flip bietet Module für viele verschiedene Fahrzeuge. Für Hochdachkombis gibt es ein Bettgestell samt Küchenauszug darunter.
Bild: FLIP
Die FLIP-Box beinhaltet einen Gaskartuschenkocher, Kanister für Frisch- und Abwasser, sowie eine Spüle inklusive Wasserhahn. Letzterer wird von einer 12-V-Tauchpumpe gespeist. Geschlafen wird auf einem ausziehbaren Bett, das sich oberhalb der Campingausrüstung befindet. Preislich geht es bei 3190 Euro los.
Campingvan.de: Möbelbox für Citroën Berlingo, Renault Kangoo und Co

Wie die Großen: Bei Campingvan kann das Bett wie in einem richtigen Bulli zur Sitzgruppe umfunktioniert werden.
Bild: Campingvan.de
In der Wohnposition wird die Lehne der serienmäßigen Rückbank umgelegt und die dahinterstehende Wohnsitzbank darüber geklappt. Bei Bedarf gibt es auch einen Außentisch, der sich ganz einfach ausklappen lässt. In der Schlafposition wird eine Liegefläche von knapp 2 Meter Länge und 1,16 Meter Breite geboten, die mit wenigen Handgriffen aufgebaut ist. Alle Stauräume bleiben frei zugänglich. Weitere Schlafplätze können z.B. durch ein Dach- oder Vorzelt geschaffen werden.
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