Raus aus der Komfortzone und rein ins Abenteuer: Dieses Rückführen der eigenen Existenz auf die Grundbedürfnisse reizt umso mehr, je mehr der Alltag urban und damit eingebunden in externe Infrastruktur ist. Will man dabei entlegene Gegenden erkunden, in die man mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum kommt, wagt man den autarken Ausbruch aus der voll vernetzten Zivilisation am besten auf vier angetriebenen Rädern.
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Wer's dabei ernst meint mit dem Leben draußen, für den ist – ganz klar – ein Dachzelt die erste Wahl: Bedeutend bequemer als ein einfaches Bodenzelt – mit richtiger Matratze, weg vom Boden und daher unabhängig von dessen Zustand und Oberfläche; und prinzipiell auf jedem Auto montierbar. Es gibt auch superleichte Zelte, die für leichte SUV und kleine Geländewagen geeignet sind. Und Dachzelte sind, verglichen mit anderen Konzepten, relativ günstig.
Das Leben spielt sich draußen ab – auch wenn das Dachzelt mit Markise oder Vorzelt ergänzt wird.

Die Preisspanne reicht von knapp über 1000 bis jenseits der 10.000 Euro. Aber: Man muss sie jeden Abend aufbauen, was je nach Ausführung zwischen 5 und 15 Minuten dauert. Das Leben findet draußen statt. Man ist der Natur nahe – was aber bei kaltem, nassem Wetter ganz schön nerven kann. (Zwei Aussteiger werden Dachzelt-Quereinsteiger)

Camper auf Pick-up-Basis als Alternative

Wer im statt auf dem Auto schlafen will, braucht einen großen Allradler, der ausreichend Laderaumlänge bietet; man kann sogar ein Aufstelldach draufsetzen und hat dann Stehhöhe. Solche Autos sind aber teuer – selbst gebraucht. Eine günstigere Alternative bieten Camper auf Pick-up-Basis.
Auf den ersten Blick nicht viel mehr als ein fest auf dem Pick-up montiertes Hartschalen-Dachzelt. Wird auf die normale Ladewanne aufgesetzt und verschraubt, bietet bei hochgeklapptem Bett Stehhöhe.

Eine Art Mittelding zwischen Dachzelt und minimalistischer Wohnkabine ist ein Canopy Camper, wie ihn Alu-Cab herstellt. Das ist ein Pick-up-Hardtop mit Schlaf-Aufstelldach, das auf die Bordwände gesetzt wird und damit den Raum auf der Ladefläche optimal nutzt. Kostenpunkt: rund 14.000 Euro.
Der Canopy Camper kommt völlig leer; so kann (und muss) er in Eigenregie nach Gusto ausgebaut werden. Statt Fenstern hat der Canopy Camper aufstellbare Seitenklappen. Das Ganze wird dauerhaft auf dem Pick-up montiert; davor wird die hintere Bordwandklappe entfernt.

Riesiges Angebot an Wohnkabinen

Einen Schritt weiter in Richtung Wohnmobil geht's ab etwa 30.000 Euro mit Wohnkabinen. Das Angebot ist riesig und reicht von Leichtkabinen mit Aufstell-Schlafdach und simplem Regalsystem für die "Möblierung" mit Kunststoffboxen bis zur "fahrbaren Heimat" mit Fußbodenheizung und voll ausgestatteter Nasszelle.
Aufstelldach-Kabinen: eine komplett möblierte Einheit, die auf die Ladefläche aufgesetzt und verspannt wird. Universell, in mehreren Größen.

Besonders verlockend erscheinen Absetzkabinen, die einfach auf die normale Ladefläche gesetzt und dort mit Spanngurten oder stählernen Spannschlössern verzurrt werden: So kann man sie aufsetzen, wenn man auf Tour geht – und den Pick-up in der übrigen Zeit ohne Einschränkung als Nutz- und Alltagsfahrzeug verwenden.

Offroad-Eigenschaften leiden

Wer ernsthaft Gelände oder schwerere Pisten fahren will, wird mit dieser Lösung nur zufrieden sein, wenn es sich um eine kleine und leichte Kabine handelt, die nicht nach hinten übersteht. Große Absetzkabinen mit festem Hochdach bieten vollen Camp-Komfort, aber verschlechtern die Fahreigenschaften schon auf der Straße stark, weil der Schwerpunkt weit nach oben und hinten wandert; und sie belasten das Basisfahrzeug stark – Rahmenrisse bei heftigem Offroad-Einsatz inklusive.
Wohnkabinen mit Festdach bieten den höchsten Komfort, aber verschlechtern die Fahreigenschaften. Es gibt sie als Absetzkabinen, als fest montierte Kabine oder auch mit Plattform-Wechselrahmen.

Fest montierte oder mit speziellen Wechsel-Zwischenrahmen verbundene Kabinen sind hier bedeutend besser – aber passen oft nur auf Einzel- oder Anderthalbkabiner, die weniger Alltagsnutzen als Doppelkabiner bieten. Und bei Festaufbau-Kabinen fällt der Mehrfachnutzen des Basisfahrzeugs natürlich weg.

Von

Thomas Rönnberg