Das ist er: Als Basis für sein Wohnmobil nutzt Campocito einen Volkswagen Transporter, und zwar in der Variante mit serienmäßigem Festhochdach. Damit misst er 2,60 Meter in der Höhe, kommt aber so fix und fertig aus dem Werk, inklusive der bis zum Dach reichenden hohen Hecktüren. Von außen tritt er als unauffälliger, typischer Camper der Bulli-Klasse an.

Ausgetüftelt und patentiert: das Bad zum Verschieben

Campocito Duo Exclusivo 5.3
Hin und her: So sieht sie aus, die Zauberbox – zum Fahren wird das Bad nach hinten geschoben.
Das hat er: Sein Gimmick ist das Schiebebad. Unternehmer Hans Hartmann hat diese Lösung ausgetüftelt und patentieren lassen, weil er mit wenig Länge maximal komfortabel unterwegs sein wollte. Der Effekt ist verblüffend: In Fahrstellung steht die Sanitärbox mit Toilette, Dusche und Klappwaschbecken hinten, das Bett ist entsprechend verkürzt. Dafür ist vorn genug Platz am Tisch. Nach dem Öffnen der Verriegelungen lässt sich die Box auf zwei im Boden eingelassenen Schienen leicht nach vorn schieben, die Schläuche zieht sie mit. Der Tisch wird zuvor abgeklappt. Dann kann sich das 1,50 Meter breite Bett zur vollen Länge entfalten: 2,00 Meter auf der linken, immerhin 1,83 Meter auf der rechten Seite. Und bequem ist es auch: Auf Tellerfedern liegt eine acht Zentimeter starke Unter-, darauf eine ebenso starke Softmatratze – nachts bietet der Campocito höchsten Komfort. Sogar Stauraum ist nicht knapp: Unterm Bett finden zwei E-Faltbikes einen blicksicheren Platz.
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Navi und Rückfahrkamera sind immer an Bord

So fährt er: Agil mit seinem 150-PS-Diesel. Unter dem 79.000 Euro teuren Exclusivo bietet Campocito zudem für 64.000 Euro den einfacher ausgestatteten Classico an, dem 102 PS genügen müssen. Das Topmodell dagegen bietet serienmäßig ein Siebengang-DSG, ein Multifunktionslenkrad, automatische Distanzregelung und Klimaautomatik. Ein Parkpilot hilft in engen Lücken, doch selbst beim günstigeren Modell baut Campocito ab Werk ein Navi samt Rückfahrkamera ein. Erstaunlich ist, wie leise der Bulli fährt: Campocito-Macher Hartmann lässt sich von Volkswagen die Transporter mit der Armaturenbrett-Dämmung der Pkw-Version liefern – es sind auch Details wie diese, die den Campocito so teuer wie speziell machen.

Fazit

Ein Bad zum Verschieben – auf diese Idee kann nur ein wahrer Tüftler kommen. Doch das Konzept ist handwerklich toll umgesetzt, dazu kommt eine reichhaltige Ausstattung des Campocito. Beides erklärt den hohen Preis. Wer einen Bulli für zwei mit richtigem Bad sucht, sollte sich diese sehr spezielle Lösung genauer anschauen.