Nach der Fließheck-Variante in Paris 2010 rollt Chevrolet nun den Aveo mit Stufenheck aufs Messeparkett des Autosalon Genf 2011. "Ein Auto für den europäischen Geschmack", titelt der Hersteller in seiner Pressemitteilung – wobei die deutsche Kundschaft erfahrungsgemäß lieber auf den Fünftürer zurückgreifen wird. Besonders beachtenswert findet Chevrolet am Stufenheck-Aveo die "aufsteigende Schulterlinie", die an den großen Bruder Cruze erinnern soll – von dem in Genf wiederum die Serienversion des Fließhecks Weltpremiere feiert.
Chevrolet Aveo
Bild: Werk
Mit 4,40 Meter Länge und 1,74 Meter Breite ist der neue Chevrolet Aveo größer geraten als sein Vorgänger, der Kofferraum bietet 502 Liter Volumen. Mit technischen Daten hatte sich Chevrolet in Paris noch zurückgehalten. Zum Genfer Salon packt die GM-Tochter endlich aus: Bei allen Modellvarianten kommt vorne eine Einzelradaufhängung mit McPherson-Federbeinen zum Einsatz. Zur Serienausstattung gehören elektrische Servolenkung (EPS), elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) und ABS. Das Fahrwerk und die "selbsttragende, verwindungssteife Karosserie" sollen ein "temperamentvolles Fahrverhalten" ermöglichen.
Chevrolet Aveo
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Apropos Temperament: Den sportlichen Anspruch des einstigen Showcars Aveo RS (1,4-Liter-Benziner mit 140 PS) wird die Baureihe zunächst nicht einlösen können. Als Topmotor dient erst mal ein 1,6-Liter-Benziner mit 115 PS, darunter werden Benzinmotoren mit 1,2-Liter (70 bzw. 86 PS) und 1,4-Liter (100 PS) in der Preisliste stehen. Erstmals gibt es den Aveo auch mit 1,3-Liter-Dieselmotor in zwei Varianten (75 und 95 PS) sowie mit Start/Stopp-Automatik. Bemerkenswertes Detail im Innenraum ist die zweigeteilte Instrumententafel mit analogem Drehzahlmesser und digitalem Tacho. Das Ganze soll an ein Motorrad-Cockpit erinnern. Auch sonst macht das Interieur im Bicolor-Stil einen erfrischenden Eindruck, und an zeitgemäßer Technik mangelt es nicht: Das Audio-System ist mit USB, Aux-in-Buchse und Bluetooth-Funktion bestückt.