Eigentlich wollte Patrick George bei GM einen richtig guten Eindruck machen. Der Blogger, der für den Blog Jalopnik arbeitet, war in Detroit zur Testfahrt im neuen Chevrolet Camaro eingeladen – und da Jalopnik just einen Tag vor der offiziellen Enthüllung geleakte Bilder vom Musclecar gezeigt hatte, waren die Verantwortlichen wohl nicht sonderlich gut auf ihn zu sprechen. "Ich wollte zeigen, dass wir nicht ein Haufen Arschlöcher sind, die nur darauf aus sind, allen anderen in die Cornflakes zu pinkeln!", schreibt George in seinem Bericht über die Testfahrt. Stattdessen hat er einen der Testwagen gecrasht.
Die Rennstrecke auf der Halbinsel Belle Isle bei Detroit sei ziemlich "tricky", meint der Jalopnik-Reporter, und er sei sie noch nie vorher gefahren. Deshalb habe er zunächst eine Runde im akutellen Camaro der fünften Generation gedreht, und zwar ohne Probleme. Dann ging es endlich ins neue Modell – zwar ist es "nur" ein getarnter Prototyp, der nicht mit dem neuen V8 oder dem Zweiliter-Turbo, sondern dem bekannten V6 ausgerüstet ist, aber trotzdem! Was für eine Freude.

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Dodge Charger SRT Hellcat
Dodge Charger SRT Hellcat
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Fahrbericht Dodge Charger Hellcat

Falsche Linie, zu spät gebremst

Crash Camaro Testwagen
Die komplette linke Seite wurde beim Crash zerschraddelt. "Meine Schuld", sagt der Jalopnik-Reporter.
Bild: Mark Arnold/Jalopnik
Mit quietschenden Reifen geht George um die Kurven, plaudert dazu in die GoPro – macht sich wohl gut, der Neue. Der V6 röhrt, "und er fühlt sich auch ein bisschen schneller an". Dann: wildes Kurbeln, ein Schlag, ein Rumms. Ups. "Das ist jetzt ein Problem", meint Patrick George. Die komplette linke Seite des Prototypen ist zerschraddelt, der Außenspiegel hängt auf halb acht. "Meine Schuld", gibt der ziemlich geknickt wirkende Reporter offen zu. Er habe in der Kurve die falsche Linie genommen und viel zu spät gebremst. Außerdem sei er vielleicht nicht fokussiert genug gewesen, weil er versucht hatte, während des Fahrens zu reden und seine Eindrücke auf der GoPro aufzunehmen: "Ich weiß gar nicht, wie das die 'Top Gear'-Jungs machen, das ist nicht so einfach, wie es aussieht."
Nun ja, auch die Herren Clarkson, May und Hammond haben bei der kultigen Motorshow durchaus mal das eine oder andere Auto geschrottet. Gestört hat das niemanden, im Gegenteil: War das nicht sogar die besondere Würze? Bei Patrick George sahen die GM-Verantwortlichen nicht so locker über den Unfall hinweg: Er musste das Testgelände verlassen, nachdem er medizinisch durchgecheckt worden war – ein eher ungewöhnliches Vorgehen, sagt George, normalerweise werde man nicht rausgeschmissen. "Man sagte mir, eine Menge Leute wollten mich ohnehin nicht da haben, und der Crash habe das Fass zum Überlaufen gebracht."

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