Comeback der Plug-in-Hybride
Zugabe für den Plug-in-Hybrid! Oder doch nur Gastauftritt?

PHEV-Überraschung: Ohne Förderung legen Zulassungen zu. Plug-in-Hybride bleiben im Rampenlicht.
Bild: Tom Salt / AUTO BILD
Zugabe! Der Plug-in-Hybrid kehrt zurück auf die Bühne. Zulassungszahlen für PHEV legten im Februar mit 22,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Ohne staatliche Anreize, die bis Ende 2022 den Kauf eines Plug-in-Hybriden attraktiver machten, schien die Zukunft dieser Fahrzeugklasse ungewiss.
Der deutliche Einbruch ihrer Neuzulassungen um die Hälfte im letzten Jahr bestärkte die Annahme, der Vorhang für die Plug-in-Hybriden sei gefallen. Doch offenbar fordern Kundinnen und Kunden eine Zugabe. Gut so! Denn aufladbare Hybride können Menschen an die Elektromobilität heranzuführen. Als Brückentechnologie haben Plug-in-Hybride das Potenzial, Skeptiker der reinen Elektromobilität zu überzeugen und für den Übergang zu gewinnen. Meine persönliche Erfahrung mit einem Plug-in-Hybriden bestätigt dies.
Der Hybridantrieb meines Dienstwagens bot mir die Flexibilität, ohne die Angst vor begrenzter Reichweite oder der Notwendigkeit, Ladehalte zu planen, längere Strecken spontan anzutreten. Das Fahren eines Plug-in-Hybriden vereint für mich den Spaß am rekuperativen Bremsen und der lautlosen Beschleunigung mit der Effizienz eines reduzierten Kraftstoffverbrauchs – vorausgesetzt, das Fahrzeug wird regelmäßig geladen.

Plug-in-Hybride bleiben im Rampenlicht.
Bild: Christoph Börries / AUTO BILD
Wer jetzt sagt: "Den fährste doch nur wegen der Steuerersparnis", denen stimme ich zu! Das war mein Anreiz, der mich der Elektromobilität im Privaten allerdings einen deutlichen Schritt näherbrachte. Und immerhin zähle ich mich zu denen, die ihr Ladekabel nutzen: 4,8 Liter verbrauche ich bisher im Schnitt mit einem guten Mix aus Stadt, Land und Autobahn. Das zeigt mir, dass die Plug-in-Hybride, richtig eingesetzt, weiterhin eine wertvolle Brücke in die vollelektrische Mobilität darstellen können.
Plug-in-Hybride mit Steuervorteil
Die staatliche Förderung mag zwar ausgelaufen sein, aber die jüngsten Zulassungszahlen deuten darauf hin, dass neben dem Steuervorteil ein Interesse an dieser Brückentechnologie besteht. Beachtlich. Zumal auch Plug-in-Hybride, wie alle anderen Antriebsarten, deutlich teurer wurden. Angesichts dieser Entwicklungen und der persönlichen Erfahrungen bleibt zu hoffen, dass die Plug-in-Hybride weiterhin ihren Platz auf dem Markt behaupten können – als eine gute und weitere Option für diejenigen, die den Spagat zwischen konventioneller Mobilität und dem Schritt hin zur Elektrifizierung meistern möchten.
Hoffentlich hat der Plug-in-Hybrid nicht nur einen kurzen Gastauftritt.
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