Concept AMG GT XX
So könnte die elektrische Zukunft bei AMG aussehen
Concept AMG GT XX
Bild: Mercedes-Benz AMG
Eine "neue Dimension der Performance". So beschreibt AMG den Stellenwert des Concept GT XX für die Marke. Die Studie soll Ausblick auf das erste Serienmodell geben, das auf der neuen vollelektrischen High Performance-Architektur AMG.EA basiert – schließlich macht die Elektrifizierung auch vor der Mercedes-Tochter nicht halt.
Ein sportlicher Look, der auf beste Aerodynamik getrimmt ist
Das Konzept eines viertürigen Sportwagens präsentiert sowohl charakteristische AMG-Merkmale als auch innovative Designelemente. AMG-typisch ist zum Beispiel der jetzt beleuchtete Frontkühler mit den bekannten vertikalen Streben und dem großen, mittigen Logo. Hinzu kommen die vertikal eingelassenen Hauptscheinwerfer. Eine Besonderheit: In den Scheinwerfern sind die Lautsprecher zur Abgabe des Fahrsounds nach außen integriert – das spart Bauraum und Gewicht.

Die Hauptscheinwerfer erinnern an den Mercedes AMG GT. Passend dazu gibt es den typischen AMG-Kühler, der jetzt beleuchtet ist. Die "Sunset beam orange"-Lackierung soll Selbstbewusstsein demonstrieren.
Bild: Mercedes-Benz AMG
In der Kühlerverkleidung darunter befinden sich rechteckige Zusatzscheinwerfer im Pixeldesign. Der breite Frontsplitter ist mit seitlichen Aircurtains ausgestattet, um den Luftstrom zu optimieren. Für eine bessere Aerodynamik hat man sich Inspiration aus dem Motorsport geholt. So befinden sich auf der tief heruntergezogenen Motorhaube zweigeteilte Lufteinlässe mit je zwei Finnen.
21-Zoll-Räder mit beweglichen Aeroblades
Um den außergewöhnlich niedrigen cw-Wert von 0,198 zu erzielen, setzten die Ingenieure auf weitere aerodynamisch optimierte Details: versenkte Türgriffe, Wegfall der Heckscheibe, eine ausgeklügelte Unterbodengestaltung, ein flaches Greenhouse sowie 21-Zoll-Räder mit beweglichen Aeroblades.

Die 21-Zoll-Felgen sind mit dynamischen Aeroblades ausgestattet.
Bild: Mercedes-Benz AMG
Das "Gehirn" dieser Aeroblades, der Aktuator, sitzt direkt in der Radnabe und erkennt automatisch, wann es sinnvoll ist, die Blades zu öffnen oder zu schließen. Die lassen sich aber auch per App manuell steuern.

Am Heck präsentiert sich das sogenannte "MBUX Fluid Light Panel", das aus über 700 einzelnen LEDs besteht und mit der Außenwelt kommunizieren kann.
Bild: Mercedes-Benz AMG
Am Heck präsentiert sich eine weitere Besonderheit: Eingerahmt von insgesamt sechs Rückleuchten befindet sich das sogenannte "MBUX Fluid Light Panel" (besteht aus über 700 einzelnen LEDs). Dieses kann mit der Außenwelt kommunizieren und zeigt zum Beispiel das AMG-Logo, eine Willkommens-Nachricht oder den Akkustand an. Apropos: Wie es um den Ladezustand der Batterie steht, lässt sich auch über die charakteristischen und diesem Fall beleuchteten AMG-Streifen auf den Seitenschwellern ablesen.

Der klassische AMG-Streifen am Seitenschweller wurde zur illuminierten Akku-Ladeanzeige umfunktioniert.
Bild: Mercedes-Benz AMG
Nachhaltigkeit meets Motorsport
Der überwiegend in Schwarz gehaltene Innenraum wurde auf das Wesentliche reduziert. Als Herzstück dient ein fast rechteckiges Lenkrad, wie man es aus dem Rennsport kennt. Hinzu kommen Carbon-Schalensitze, die mit einer recycelten Lederalternative aus GT3-Reifen bezogen sind, und hinterleuchtete Türverkleidungen im Zielflaggen-Design. Als Türgriffe dienen orangefarbene Türschlaufen.

Bild: Mercedes-Benz AMG
Die offene Mittelkonsole wirkt fast wie ein Kunstwerk: Orange leuchtende Rohre sollen an ein Hochvolt-Kabel erinnern, dazu gibt's ein AMG-Wappen aus Aluminium. Der Dachhimmel besteht aus Carbon, das Armaturenbrett aus mattschwarzem Schrumpflack. Beim Infotainment setzt AMG auf ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument und ein 14-Zoll-Hauptdisplay.

Für den Fahrer gibt es ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument und eine 14-Zoll-Hauptdisplay mit dem neusten Mercedes-Betriebssystem MB.OS.
Bild: Mercedes-Benz AMG
Rein elektrisch mit einer Leistung von 1360 PS
Der komplett neu entwickelte elektrische Antriebsstrang besteht aus drei Axial-Fluss-Motoren – zwei sitzen auf der Hinter-, einer auf der Vorderachse. Der Frontmotor dient allerdings eher als "Boostermotor" und wird nur bei Bedarf zugeschaltet.
Das Besondere an Axial-Fluss-Motoren ist, dass der elektromagnetische Fluss parallel zur Drehachse des Motors verläuft, im herkömmlichen Elektromotor bewegt er sich senkrecht zur Drehachse. Die Vorteile der AMG-Motoren sind eine höhere Leistungsfähigkeit, kompaktere Abmessungen und weniger Gewicht. Zudem bieten sie eine erhöhte Dauerleistung, die für die Performance entscheidend ist. So bringt es das Concept AMG GT XX auf eine beachtliche Leistung von 1360 PS (1000 kW), die Höchstgeschwindigkeit wird mit rund 360 km/h angegeben.
Für die passende Ladeleistung und Reichweite soll die neue Hochvolt-High-Performance-Batterie (HP.EB) mit mehr als 800 Volt sorgen. Hierfür wurden neue Batteriezellen mit Direktkühlung und hoher Spannung entwickelt. Damit soll die Durchschnittsladeleistung bei mehr als 850 Kilowatt liegen und eine Nachladung von rund 400 Kilometern in fünf Minuten ermöglicht werden – was äußerst stattlich klingt.
Fazit
Was wird uns künftig erwarten? Das Serienmodell dürfte weniger futuristisch als das Concept AMG GT XX ausfallen. Es wäre jedoch erfreulich, wenn einige der vom Motorsport inspirierten Designelemente in das nächste AMG-Modell integriert würden. In Bezug auf Leistung und Ladetechnologie setzt AMG ein klares Zeichen. Bleibt zu hoffen, dass die Zahlen des Datenblatts auch annähernd die Realität abbilden – dies könnte die E-Mobilität für Performance-Enthusiasten vielleicht attraktiver machen.
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