Wohnmobil-Test Concorde Liner Diamond Series

Concorde Liner Diamond Series: Wohnmobil-Test

Edelstein auf Rädern

Diamanten sind nicht nur "a girl's best friend", sondern auch der beste Freund des Campers. Wenn man denn 360.000 Euro übrig hat. AUTO BILD REISEMOBIL testet den Concorde Liner Diamond Series.
Luxusgeschöpfe wie Lorelei Lee haben's gern handfest. Mit einem Helden kann sie nichts anfangen, mit einem Handkuss nicht viel mehr, sie hätte gern Diamanten, echt und wertvoll, mit denen man auch im fortgeschrittenen Alter noch gut durchs Leben kommt. Das ist kurz zusammengefasst der Inhalt des Liedes "Diamonds Are a Girl's Best Friend", das die legendäre Marilyn Monroe – aka Lorelei – im Film "Blondinen bevorzugt" singt. Was das alles mit Wohnmobilen des Herstellers Concorde zu tun hat? Eine Menge. Wer im fränkischen Schlüsselfeld ein Wohnmobil bestellt, mag auch keine halben Sachen. Er (oder sie) will Wert sehen und spüren. Außerdem sind Concorde-Kunden willens und in der Lage, für ihren rollenden Pavillon den Wert eines königlichen Colliers zu entrichten. 407.750 Euro stehen am Ende auf dem Preisschild dieses bekannten Liners, den Concorde zur neuen Saison mit dem Zusatz "Diamond Series" adelt.

Gut fünf Tonnen dürfen mit an Bord

Der Liner hat ein breites Kreuz und nimmt durch die Heckklappe noch einen Kleinwagen an Bord.

©Martin Häußermann / AUTO BILD

Das ist er: Selbst ohne den Diamanten-Zusatz gehört der Concorde Liner unbestritten in die Königsklasse. Die Grundlage dafür schafft das Chassis eines Mercedes Atego – ein veritabler 15-Tonner, der den Reisemobilisten jegliche Zuladungssorgen vergessen lässt. Gut fünf Tonnen darf der weiße Riese mit dem goldenen Speer an der Seitenwand schultern! Selbst wenn der Fiat Cinquecento schon mit der elektrischen Seilwinde in die Heckgarage gezogen wurde, der 400-Liter-Wassertank, der optionale 200-Liter-Gastank und auch noch der 180-Liter-Dieseltank prall gefüllt sind, bleiben immer noch reichlich Reserven. Zum Beispiel für das mitgelieferte Trinkgläser-Set im hinterleuchteten Glasschrank oder den 32-Zoll-Flachbildschirm, der per Knopfdruck aus dem Hängeschrank herabfährt, oder den Kaffeeautomaten in der Pantry oder, oder, oder ... (Überblick: Alles zum Thema Wohnmobile)
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Hightech und Highlife in mehr als 30 Einzelpositionen

Das Schlafzimmer mit Queensbett befindet sich im Heck des Concorde.

©Martin Häußermann / AUTO BILD

Das hat er: Eigentlich alles, was das Herz begehrt. Denn die Bezeichnung Diamond Series beschreibt ein Ausstattungspaket mit mehr als 30 Einzelpositionen, die Hightech und Highlife bieten. Alle aufzuzählen würde den zur Verfügung stehenden Raum sprengen. Deshalb nur kurz die wichtigsten und teuersten Extras: eine hydraulische Hubstützen-Anlage mit automatischer Nivellierung (9185 Euro), ein Satz Aluräder (6640 Euro) und zwei Klimaanlagen, eine für den Wohnraum (3385 Euro) und eine fürs Schlafzimmer (3000 Euro). Dass die immer über genug Strom verfügen und auch das übrige Energiemanagement in geordneten Bahnen läuft, dafür sorgt das Elektro-Leistungspaket "Ultra Power" (8590 Euro) in Kombination mit einer leistungsfähigen Solaranlage (3775 Euro). Nicht zu vergessen der gediegene Innenraum mit hochwertigem Möbelbau im Dekor "Atlas-Zeder" (4405 Euro) und vanillefarbene Lederpolster mit Steppnähten wie in einem Bentley (6500 Euro). Rechnet man alle Positionen zusammen, kommen gut 85.000 Euro zusammen, im Paket kosten sie aber nur rund 35.000 Euro. Echt günstig!
So fährt er: Wie ein fliegender Teppich. Die Vollluftfederung macht selbst Feldwege zu Highways, der bullige Reihensechszylinder sorgt für einen souveränen Vortrieb, und die automatisierte Achtstufen-Schaltbox sortiert die Gänge höchst unaufgeregt. Noch nicht mal Fliegen ist schöner – auch ohne Marilyn Monroe an Bord.

Wohnmobil-Test Concorde Liner Diamond Series

Concorde Liner DS 1060 GMAXConcorde Liner DS 1060 GMAXConcorde Liner DS 1060 GMAX
Fazit von Martin Häußermann: Faszinierend, wenn ein Reisemobil mehr Komfort bietet als so manches Eigenheim. Manche mögen einwenden, das habe mit Camping nicht mehr viel zu tun. Stimmt schon, stimmt aber auch nicht. Mir hat die kleine Ausfahrt jedenfalls Lust auf mehr gemacht. Urteil: 4,5 von fünf Punkten.

Technische Daten
Motorisierung Reihensechszyl. (Mercedes OM 936)
Leistung 220 kW (299 PS) bei 2200/min
Hubraum 7698 cm3
Drehmoment 1200 Nm bei 1200-1600 U/min
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Getriebe/Antrieb Achtstufenautomatik/Hinterrad
Tankinhalt/Kraftstoffsorte 180 l/Diesel
Länge/Breite/Höhe 10 785/2450/3730 mm
Radstand/Bereifung 5360 mm/295/70 R 19,5
Leergew. fahrbereit/Zuladung (Testmobil) 9250/5750 kg
Anhängelast (gebremst/ungebremst) 3000 kg/k. A.
Material Wand/Dach/Boden Alu/Alu/Alu
Stärke Wand/Dach/Boden 40/40/40 mm
Isolierung Wand/Dach/Boden EPS/EPS/EPS
Liegefläche Front L x B 2000 x 1350 mm
Liegefläche Mitte L x B
Liegefläche Heck L x B 2000 x 1570 mm
Kühlschrank/Eisfach Dometic AES 177 l/35 l
Herd 3 Flammen
Bordbatterie 2x 170 Ah
Frisch-/Abwassertank 400/320 l
Gasvorrat/Heizung 200 l (Tank)/k. A.
Grundpreis ab 360.250 Euro
Testwagenpreis 407.750 Euro

Autor: Martin Häußermann

Fotos: Martin Häußermann / AUTO BILD

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