Continental / Sennheiser (2020): Soundanlage ohne Lautsprecher

Continental / Sennheiser (2020): Soundanlage ohne Lautsprecher

Die Zukunft der Audio-Systeme

Zulieferer Continental stellt zusammen mit Sennheiser ein Audio-System vor, das Lautsprecher überflüssig macht. Alle  Infos!
Musik im Auto ohne Lautsprecher? Das soll in Zukunft möglich sein, denn Continental und Sennheiser zeigen auf der CES in Las Vegas ein Audiosystem ohne sichtbare Lautsprecher. Das vom Automobilzulieferer "Ac2ated" getaufte System nutzt dabei die bereits vorhandenen Oberflächen im Auto als Resonanzflächen und bringt sie in Schwingung. Das Audiosystem wurde bereits 2017 von Continental vorgestellt, soll aber erst jetzt dank Sennheisers "Ambeo"-3D-Technologie sein volles Potential ausspielen können. Der Audio-Spezialist liefert mit seinem Surround-System einen Algorithmus, der aus einem einfachen Stereo-Signal ein dreidimensionales machen kann. Dabei wandelt die Software das klassische Zwei-Kanal-Audio-Signal selbstständig um. Das System soll den Bauraum und das Gewicht einer Soundanlage um bis zu 90 Prozent reduzieren.

Wie funktioniert das Audio-System?

Lautsprecher spielen beim Continental-Konzept keine Rolle. Hier klingen die Verkleidungen.

Töne werden durch Schwingungen erzeugt. Aber es muss nicht zwangsläufig die Membrane eines Lautsprechers sein, die die Luft zum Schwingen bringt. Continental hat spezielle Aktuatoren entwickelt, die bisher ungenutzte Fahrzeugteile akustisch verwendet. Die Aktuatoren werden an den jeweiligen Bauteilen im Innenraum montiert und lassen sie anschließend klingen. Inspiriert wurde der Zulieferer nach eigenen Angaben von klassischen Saiteninstrumenten, die ihre Holzkörper ebenfalls als Resonanzraum nutzen. Im Vergleich zur 2017 gezeigten ersten Version von Ac2ated hat Conti die Aktuatoren verbessert, um in Absprache mit ihren Kunden auch einem Premiumanspruch gerecht werden zu können.

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Neue Möglichkeiten der Innenraumgestaltung

Ohne sichtbare Lautsprecher verschwinden auch die Lautsprechergitter im Innenraum. Das bietet den Innenraumdesignern zum einen neue Möglichkeiten der Gestaltung an und schafft zum anderen mehr Platz im Interieur. Verkleidungen müssten somit nicht so hoch auftragen, da der Bauraum für die Magnete der Lautsprecher entfällt. Das spart Platz und Gewicht. Eine herkömmliche Soundanlage bringt bis zu 40 Kilogramm in das Fahrzeug, Contis Aktuatoren benötigt dagegen nur wenige Kilogramm.
Das System soll in Serie gehen, allerdings rechnet Continental trotz der Kooperation mit Sennheiser nicht mit einer Markteinführung vor 2022. Bis dahin müssen sich Kunden noch mit klassischen Systemen begnügen.

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