Mit dem Modelljahr 2027 gelingt Corigon beim TS 70 S ein geschickter Spagat: Der schlanke Teilintegrierte erweitert seinen Einsatzbereich, ohne dafür seinen ursprünglichen Charakter aufzugeben. Mit 2,14 Metern Breite besetzt das Modell der Slim-Baureihe weiterhin die interessante Schnittstelle zwischen klassischem Kastenwagen und ausgewachsenem Teilintegrierten.
Damit spricht der TS 70 S Paare mit Platzbedürfnis an, die kompakt reisen wollen, ebenso wie Camper, denen ein Kastenwagen auf Dauer etwas zu beengt sein mag. Nun rücken zusätzlich Familien in den Fokus, für die Corigon das Konzept an entscheidenden Stellen weiterentwickelt hat.

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Bemerkenswert bleibt dabei die Preisgestaltung: Mit 59.499 Euro kostet der vielseitigere Neue in der Basis gerade einmal rund 1500 Euro mehr als sein Vorgänger.

Mehr Platz durch neues Hubbett

Ganz ohne Wachstum ging der Zugewinn an Familientauglichkeit allerdings nicht. Die Breite des TS 70 S bleibt unverändert, doch in der Länge und Höhe legt er zu. Auf 6,83 Meter streckt sich der Teilintegrierte nun, vor allem aber wächst er über sich hinaus: Die neue T-Haube steigert die Außenhöhe um 15 Zentimeter auf 2,87 Meter.
Gedrehte Fahrerhaussitze und Halbdinette bilden den Wohnbereich für bis zu vier Personen.
Bild: Mirko Lehne
Der gewonnene Raum schafft Platz für ein elektrisch absenkbares Hubbett mit 1,88 x 0,98 Metern über der Sitzgruppe. Im Heck bleiben die 1,91 beziehungsweise 2,02 Meter langen Einzelbetten, die sich zur Liegefläche verbinden lassen. Zusammen stehen damit bis zu vier Schlafplätze zur Verfügung. Aus dem Pärchenmobil wird so ein taugliches Familienfahrzeug.

Ford Transit bleibt die Basis

Beim Basisfahrzeug setzt Corigon aus gutem Grund weiter auf den Ford Transit mit Frontantrieb, der sich als moderne Alternative zum Fiat Ducato etabliert hat. Serienmäßig kommt im TS 70 S der 2,0-Liter-EcoBlue-Diesel mit 130 PS zum Einsatz, für 1399 Euro Aufpreis gibt es 165 PS.
Zahlreiche Helfer wie Notbrems-, Spurhalte- und Seitenwindassistent, Verkehrszeichenerkennung, Parkpilot vorn und Rückfahrkamera sind bereits ab Werk an Bord. Dazu kommt ein ansprechendes 12-Zoll-Multifunktionsdisplay mit Ford Sync 4, Apple CarPlay und Android Auto.
Das neue Hubbett für 1799 Euro Aufpreis schaff t zwei weitere Schlafplätze, ohne tagsüber Wohnraum zu kosten – und macht den TS 70 S damit erstmals zum Vier-Personen-Mobil.
Bild: Mirko Lehne
Unser Testwagen für 76.792 Euro hatte zudem die für 2499 Euro erhältliche Ford-Automatik an Bord. Die Achtstufen-Wandlerautomatik schaltet angenehm weich und unterstreicht damit den Pkw-nahen Fahreindruck des Transit.

Keine Experimente im Innenraum

Im Innenraum hält Corigon an dem bewährten Grundriss fest: Vorn bildet die Halbdinette zusammen mit den gedrehten Fahrerhaussitzen eine Sitzgelegenheit für bis zu vier Personen. Gegenüber liegen Küche und Variobad, wobei die Küchenzeile mit Zweiflammenkocher, Soft-Close-Schubladen und nun serienmäßigem 135-Liter-Kompressorkühlschrank samt 15-Liter-Frostfach auch für eine größere Besatzung ordentlich dimensioniert ist.
Schmal geblieben, vielseitiger geworden: Trotz Familien-Upgrade misst der Aufbau weiterhin nur 2,14 Meter in der Breite.
Bild: Mirko Lehne
Das Variobad nutzt den knappen Raum geschickt: Eine schwenkbare Waschtischwand trennt bei Bedarf die Dusche vom übrigen Bad ab.
Auch beim Stauraum wurde die kompakte Bauweise gut genutzt. Neben der großen Heckgarage bieten die Bereiche unter den Einzelbetten, zahlreiche Dachschränke und weitere Ablagen in Wohnraum und Küche reichlich Platz fürs Reisegepäck.