Kfz-Versicherungsschaden

Corona und Kfz-Versicherung

Versicherungspreise sinken trotz weniger Schäden wegen Corona nicht

Während des Corona-Lockdowns kam es auf Deutschlands Straßen zu deutlich weniger Unfällen. Bei den Preisen der Kfz-Versicherung spiegelt sich diese Entwicklung aber nicht wider. Wie Sie trotzdem Geld zurückbekommen.
Während der Corona-Krise waren Autofahrer im Jahr 2020 bislang viel weniger unterwegs als üblich. Das hat sich auch bei den Unfallzahlen im Straßenverkehr bemerkbar gemacht: Während des Lockdowns mussten die Kfz-Versicherer weniger Unfallschäden regulieren. Experten äußerten daher die Vermutung, die Einsparungen der Versicherer könnten sich positiv auf die Preise für Kfz-Versicherungen auswirken. Das trifft laut Kfz-Versicherungsindex des Vergleichportals Verivox allerdings nicht zu. "Trotz sinkender Schadenzahlen während der Covid-19-Krise sind die Preise für Kfz-Versicherungen gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben", sagt Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH.
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Kfz-Versicherungstarife sind langfristig kalkuliert

"Überraschend kommt die Entwicklung aber nicht. Erstens steigen die Preise in jedem Jahr nach der Wechselsaison im November, um dann im Oktober wieder zu sinken. Außerdem sind Kfz-Versicherungstarife langfristig kalkuliert, so dass kurzfristige Entwicklungen weniger Einfluss haben." Verivox entwickelt den Kfz-Versicherungsindex gemeinsam mit dem Statistik-Experten Professor Wolfgang Bischof von der Technischen Hochschule Rosenheim. Der Index wird so berechnet, dass er die tatsächliche Preisentwicklung darstellt und Abweichungen durch geänderte Kundengruppen ausmerzt. Würde nur der Durchschnittspreis ausgewertet, nehmen auch Änderungen bei den Kundengruppen Einfluss auf den Preis.
Die Durchschnittspreise waren im März um acht Prozent gegenüber Januar gestiegen und sind seit Juni fast wieder auf das Januar-Niveau gesunken. "Diese Zahlen sagen aber wenig über die wirkliche Entwicklung der Tarifpreise", erklärt Wolfgang Schütz. "Sie sind ein Zeichen dafür, dass der Anteil der Neuwagenkäufer seit Corona niedriger ist. Kunden, die einen Gebrauchtwagen kaufen oder ihre Versicherung wechseln, schließen dagegen seltener leistungsstarke Tarife ab und senken den Durchschnittspreis."

Wer deutlich weniger gefahren ist, bekommt Geld zurück

Wer wegen des Corona-Lockdowns weniger gefahren ist als üblich, hat aber unter Umständen trotzdem die Möglichkeit, bei der Kfz-Versicherung zu sparen: "Kunden haben einen ganz direkten Weg, sich zu viel gezahlte Beiträge zurückzuholen", erklärt Wolfgang Schütz. "Der Kfz-Versicherungsbeitrag wird anhand der Laufleistung berechnet. Wer deutlich weniger gefahren ist, kann das seinem Versicherer am Jahresende mitteilen. Wenn dadurch der Beitrag sinkt, wird die Ersparnis rückwirkend zurückgezahlt.
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