"Eleganz ist das Was, Chic ist das Wie", postulierte einst Modemacher und Geschmacksguru Pierre Cardin. Er hätte es den Autodesignern in die Gebetbücher schreiben sollen. Eleganz, Chic – das klang in diesen Kreisen über Jahre so aktuell wie Altgriechisch. Monster und Macho waren angesagt, die Designschule der Brutalisten. Manchmal aufgetakelt zu Christbaumkugeln auf Rädern, bisweilen aufgehübscht wie aus dem Sonnenstudio – aber schön?

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Die gute Nachricht: Nun regt sie sich wieder, die klassische Schönheit. Lange verschollen, keimt sie in den Designabteilungen auf zu neuer Blüte – frisch, modern, verführerisch. Und nirgendwo manifestiert sich ihre Renaissance augenfälliger als bei diesen Viertürern, Limousinen mit der Anmutung eleganter Coupés, Balsam für die Augen. Trendsetter war der 2004 vorgestellte Mercedes CLS, nun in zweiter Generation mit geschärftem Profil. Aber auch Audi schloss sich schnell an, zuletzt mit dem CLS-Konkurrenten A7. Wie artenreich die Spezies der Beauty-Limousinen sein kann, dokumentieren unterdessen der Aston Martin Rapide und der Jaguar XJ. Hier ein zum Viertürer mutierter Sportwagen der Extraklasse, da ein Luxusliner mit Fünf-Sterne-Komfort. Vier Supermodels auf dem Laufsteg – wir lassen uns bezaubern.
Details zu den viertürigen Coupés finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen technischen Daten und Tabellen gibt es als Download im Heftarchiv.

Fazit

von

Wolfgang König
Mehr davon, bitte. In Zeiten der Hochbauten, der Dickschiffe und der verschwurbelten Designergüsse wirken solche viertürigen Coupés auf mich wie Zen auf Rädern. Sie bauen mich auf, weil sie Schönheit und dynamische Eleganz wiederentdecken. Ein Fest für die Augen und dennoch ausreichend praktisch und alltagstauglich. Oder mit anderen Worten: Limousinen müssen keineswegs klobig aussehen. Und dass dieser Beweis hier auf vier ganz unterschiedliche Arten gelingt, macht die Sache besonders reizvoll.