Dänische Polizei nimmt deutschem Raser Auto weg
100 km/h zu schnell: Auto weg!

Ein Deutscher rast durch Dänemark und wird in einer 80er-Zone mit 182 km/h geblitzt. Die Heimreise tritt er ohne Auto an – die Polizei versteigert es!
Bild: DPA
- Frederik Hackbarth
Diese "Wahnsinnsfahrt" kommt einen Deutschen richtig teuer zu stehen: Weil er in Dänemark beim Rasen erwischt wurde, hat die Polizei einem 19-Jährigen das Auto abgenommen und versteigert es jetzt!
Der Fall ereignete sich bereits am 10. Juli 2023, gegen 21 Uhr: Nahe dem Städtchen Varde wurde der Deutsche mit 182 km/h geblitzt, obwohl auf der Strecke das auf Schnellstraßen in Dänemark außerorts gängige Tempolimit von 80 km/h gilt. Die dänische Polizei machte den Raser daraufhin umgehend ausfindig, beschlagnahmte sein Fahrzeug und erhob Anklage – ihm drohen weitere juristische Folgen.
Heimreise, aber ohne Auto
Immerhin: Der Deutsche wurde nicht inhaftiert und konnte Dänemark mittlerweile sogar wieder verlassen, allerdings ohne sein Auto! Das wird der Raser wohl auch nie wiedersehen, denn bereits seit März 2021 hat unser Nachbarland seine Gesetze massiv verschärft und dort unter anderem den Strafbestand der sogenannten Wahnsinnsfahrt (im Original: "Vanvidskørsel") eingeführt.

Für einen jungen Raser aus Deutschland wurde die Fahrt nach Dänemark die letzte mit seinem Auto.
Bild: dpa
Dazu zählen unter anderem die fahrlässige Gefährdung (oder Tötung) anderer Personen oder deren Eigentums, das Fahren mit über 2,0 Promille Alkohol im Blut, das Rasen mit über 200 km/h oder – wie bei diesem Delikt – das Fahren mit mindestens 100 km/h und doppelt so hoher Geschwindigkeit wie erlaubt. In so einem Fall wird das beschlagnahmte Auto zugunsten der dänischen Staatskasse versteigert.
Weiteres Nachbarland verschärft Gesetze
Eine drastische Maßnahme, die aber schon bald Schule machen könnte: Denn der europaweite Trend zeigt, dass immer mehr Gesetzgeber im Kampf gegen Raser und illegale Autorennen auf drakonische Strafen als Abschreckung setzen. Mit Österreich hat ein weiteres Nachbarland erst kürzlich ein vergleichbares Gesetz verabschiedet: In der Alpenrepublik droht Unbelehrbaren ab März 2024 ebenfalls der dauerhafte Entzug des Fahrzeugs.
Im Urlaub oder auf Geschäftsreise gilt also erhöhte Vorsicht: Denn der Fall des Deutschen in Dänemark zeigt, dass die Beamten bei der Durchsetzung ihrer harten Gesetze keineswegs vor ausländischen Fahrzeughaltern Halt machen.
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