Dakar

Rallye Dakar: Unfälle

Dakar 2019: Toyota vs. Mini

Hier schlucken die Stars Staub

Erstmals findet die Rallye Dakar in nur einem Land statt: Peru. Auf die Fahrer und Teams wartet eine Odyssee durch Sand und Hitze.
Vor der Tortur durch den peruanischen Sandkasten gönnte sich „Monsieur Dakar“ Stéphane Peterhansel noch einen Ausflug nach Machu Picchu. Auf den Trockenmauern sitzend genoss der französische Rekordsieger des strapaziösen Offroadabenteuers den beeindruckenden Panoramablick über die weltberühmte Inka-Stadt. Auf Peterhansel, Vorjahressieger Carlos Sainz, Herausforderer Sébastien Loeb & Co. wartet mit dem Auftakt der 41. Auflage der Rallye Dakar am Sonntag in Perus Hauptstadt Lima eine undurchsichtige Herausforderung. „Man muss inmitten dieses Meeres an Dünen, dieser Berge an Dünen die richtigen Passagen finden“, verkündete Peterhansel.

Peru als Austragunsort: So läuft die Route der Dakar

Auf der auf rund 5000 Kilometer und nur noch zehn Etappen eingedampften Odyssee sind bis zum Finale in Lima am 17. Januar die Fährtenleser gefragt. 70 Prozent der erstmals nur in einem Land ausgetragenen gefährlichen PS-Jagd führen die Piloten durch Sand. „Ich mag die Dünen“, sagte der neunmalige Rallye-Weltmeister Loeb. „Der Schlüssel zum Sieg auf dieser Art des Untergrundes ist es, nicht im Sand stecken zu bleiben.“
Auf Rückschläge hat der Franzose keine Lust mehr. Loeb will die Dakar bei seiner vierten Teilnahme endlich als Sieger bezwingen. Der Mann aus dem Elsass führte sowohl bei seiner Premiere 2016 als auch 2017 die Wertung an. 2016 schloss er nach einem Crash die Rallye als Neunter ab, 2017 verpasste er nach einem technischen Defekt als Zweiter nur knapp den Gesamtsieg bei dem Klassiker, der immer wieder auch Menschenleben gefordert hat. Im vergangenen Jahr musste Loeb nach einer Verletzung seines Beifahrers Daniel Elena an zweiter Stelle in der Gesamtwertung liegend aufgeben.
„Ich bin noch immer hungrig auf den Sieg“, versicherte Loeb. Nach dem werksseitigen Ausstieg von Peugeot startet der Rallye-Star nicht mehr für einen Werksrennstall. Mit seinem Co-Piloten Elena tritt er für das private Team PH Sport an, das ihm erneut einen Peugeot 3008DKR (340 PS, Hinterradantrieb) zur Verfügung stellt.

Toyota zählt 2019 mit zu den absoluten Top-Favoriten

Neue Teams nach dem Rückzug der Franzosen haben auch Peterhansel und Sainz, die nun beim Mini-Team X-Raid (Mini-Buggys mit 340 PS und Hinterradantrieb) aus Hessen unter Vertrag stehen. Der Südafrikaner Giniel de Villiers und sein deutscher Co-Pilot Dirk von Zitzewitz starten wieder für Toyota (mit einem Hilux, 420 PS, Allrad). „Das wird sicher keine leichte Dakar und wir werden zehn Etappen lang hart arbeiten müssen. Dabei werden wir viel Sand in den Schuhen haben und auch jede Menge Staub schlucken“, so von Zitzewitz.
Seit 2009 findet mittlerweile die ursprünglich in Afrika ausgetragene Rallye in Südamerika statt - auch aus Sicherheitsgründen und wegen der Terrorgefahren in Afrika. 9000 Sicherheitskräfte sollen in Peru für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Autoren: Bianca Garloff, dpa

Fotos: Dakar / Picture-Alliance

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