Dakar Series: Borgward mit Comeback
Deutsche Automarke wird wiederbelebt

Bei der China Rallye feiert auch eine deutsche Marke ihre Wiederauferstehung. Das steckt hinter der historischen Borgward-Story.
- ABMS
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2008 hatten chinesische Investoren die Marke in Kooperation mit dem Enkel des Gründers Carl Borgward wiederbelebt, seither ist Borgward in chinesischer Hand. Es ist ein Comeback für Borgward: Schon in den 50er Jahren war Borgward im Motorsport aktiv und konnte in der damaligen Formel 2 mit der späteren Formel-1-Ikone Sterling Moss bei vier Einsätzen vier Siege nach Hause fahren. Angetrieben wurde Moss` Renner dabei von einem 1,5 Liter-Motor aus dem Hause Borgward.

Das sind die Borgward-Wüstenrenner
Das bestätigt auch Mou Lai Kui, Teamchef und Fahrer eines der beiden seriennahen Fahrzeuge: „ Der Plan ist langfristig angelegt. Wir wollen in China mit Offroad-Rallyes beginnen und Erfahrungen sammeln um in drei Jahren auch international anzutreten. Borgward unterstützt das Projekt, denn Motorsport liegt der Firma in den Genen.“ Auch die Rallye Dakar soll dann in Angriff genommen werden.
Mou Lai Kui ist in China eine Motorsportgröße, gewann Titeln in verschiedenen Rundstreckenserien. Die China Rallye ist erst seine vierte Rallye überhaupt. Auch ein großer Teil seines Teams tritt erst zum ersten Mal bei einem Offroad-Rennen an. „ Ich bin jetzt 42 Jahre und damit genau im richtigen Alter für den Sport. Für mich geht es hier in ersten Linie darum, mich an die Navigation mit einem Beifahrer zu gewöhnen und darum, sich ganz allgemein als Team zusammenzufinden, technisch läuft bisher alles sehr gut.“
Das Team arbeitet mit elf Mechanikern, davon sind fünf von Borgward direkt und sechs reine Rennmechaniker. „Uns geht es hauptsächlich darum, die Autos zu zeigen,“ meint Mou Lai Kui. Das darf man gerne als Understatement werten. Die drei Rennautos des Teams liegen vor dem letzten Tag der Rallye auf den Plätzen 40-43 und beweisen damit Durchhaltevermögen.
(Ellen Lohr)
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