Daytona: Porsche gewinnt legendäres Rennen
19. Daytona-Sieg für Porsche

Perfekter Saisonstart für Porsche Penske Motorsport in Nordamerika bei den 24h von Daytona. Nasr/Cameron/Campbell/Newgarden setzen sich in Herzschlagfinale durch.
Bild: Juergen Tap / Porsche
- ABMS
- Bianca Garloff
Dieser Erfolg ist rekordverdächtig! Porsche hat die 24 Stunden von Daytona gewonnen – und mit den Werksfahrern Felipe Nasr, Dane Cameron, Matt Campbell sowie IndyCar-Star Josef Newgarden den eigenen Siegrekord auf 19 Triumphe ausgebaut. Das Schwesterauto mit der Nummer 6 schaffte es auf den den vierten Rang.
In einem spannenden Rennen wechselte die Führung immer wieder zwischen den beiden 519 kW (706 PS) starken Porsche 963 vom Werksteam Porsche Penske Motorsport und dem Cadillac mit der Nummer 31. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit am Samstagabend schob sich die Startnummer 6 erstmals an die Spitze. Mehrere Strafen warfen das Auto von Jaminet/Tandy/Vanthoor/Estre jedoch immer wieder zurück. Ein kleiner Ausrutscher von Kévin Estre im Boxenausgang am Sonntagvormittag zerstörte die Sieghoffnungen der Nummer sechs.
Die letzte von insgesamt 15 Gelbphasen trieb die Spannung auf die Spitze: Die Entscheidung fiel in einem 32-minütigen Duell zwischen Felipe Nasr im Nummer-7-Porsche und dem Briten Tom Blomqvist am Steuer des Cadillac. Der Brasilianer kämpfte im Finale mit abbauenden Reifen, konnte aber alle Angriffe seines Konkurrenten erfolgreich abwehren. Ergebnis: Der erste Gesamtsieg von Porsche seit 2003 und der 19. Erfolg des Sportwagenherstellers in Daytona.

Perfekter Saisonstart für Porsche Penske Motorsport in Nordamerika.
Bild: Porsche
"Mir fällt es schwer, die Emotionen in Worte zu fassen", freut sich Porsche-Sportchef Thomas Laudenbach. „Einen solch intensiven Kampf habe ich noch nicht erlebt. Wir haben heute eines der ganz großen Rennen gewonnen. Das Paket stimmt. Vier Porsche 963, zwei von Porsche Penske Motorsport und zwei von unseren starken Kundenteams, sind ohne größere technische Probleme durchgefahren – dass muss man erst einmal schaffen."
Daytona-Pleite für BMW
Während Porsche, Cadillac und Acura um den Sieg kämpften, erlebte BMW ein schwarzes Wochenende. Ein Leck im Getriebekühler bescherte der #25 mit dem dreimaligen DTM-Champion René Rast 13 Runden Rückstand, der zweite BMW M Hybrid V8 handelte sich wegen eines Lenkrad-Defekts und missglückter Abschlepp-Maßnahmen 15 Runden Rückstand ein.
In der GTD-Pro-Kategorie gelang AO Racing mit dem Porsche 911 GT3 R der Sprung auf Platz zwei des Siegerpodests. Am Steuer der „Rexy“ genannten Startnummer 77 agierten Werksfahrer Michael Christensen aus Dänemark, der ehemalige Porsche-Junior Laurin Heinrich aus Deutschland und der Brite Sebastian Priaulx ebenso fehlerfrei wie das gesamte Kundenteam aus den USA.
GTP-Klasse:
1. Cameron/Nasr/Campbell/Newgarden (USA/BR/AUS/USA), Porsche 963 #7, 791 Runden
2. Derani/Aitken/Blomqvist (BR/UK/UK), Cadillac #31, -2,112 s
3. Taylor/Deletraz/Herta/Button (USA/CH/USA/UK), Acura ARX-06 #40, -14,989 s
4. Tandy/Jaminet/Estre/Vanthoor (UK/F/F/B), Porsche 963 #6, -15,387 s
5. Bruni/Jani/Picariello/Dumas (I/CH/B/F), Porsche 963 #5, -44,479 s
6. Van der Helm/Westbrook/Hanson/Keating (NL/UK/UK/USA), Porsche 963 #85, - 2 Runden
2. Derani/Aitken/Blomqvist (BR/UK/UK), Cadillac #31, -2,112 s
3. Taylor/Deletraz/Herta/Button (USA/CH/USA/UK), Acura ARX-06 #40, -14,989 s
4. Tandy/Jaminet/Estre/Vanthoor (UK/F/F/B), Porsche 963 #6, -15,387 s
5. Bruni/Jani/Picariello/Dumas (I/CH/B/F), Porsche 963 #5, -44,479 s
6. Van der Helm/Westbrook/Hanson/Keating (NL/UK/UK/USA), Porsche 963 #85, - 2 Runden
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