Bildergalerie Bollinger B1/B2 (2020)

Defender-Alternative: Bollinger B1/B2 (2020)

Defender-Double mit Elektroantrieb

Bollinger bringt Ende 2020 einen Geländewagen im Defender-Look. Im B1 steckt ein 614 PS starker Elektroantrieb. Alle Infos!
Wer sich den alten Land Rover Defender zurückwünscht, aber trotzdem einen zeitgemäßen Elektroantrieb sucht, für den dürfte der Bollinger B1 etwas sein. Der Offroader ist noch kantiger, noch markiger gezeichnet als der Defender: Die Überhänge sind kurz, der Radstand ist lang, Rundungen sucht man abseits von Rädern und Leuchtelementen vergebens. Doch der Bollinger B1 fährt nicht nur in den Spuren des Land Rover Defender, er trägt auch unverkennbar Designelemente von anderen Gelände-Ikonen wie Lamborghini LM 002 oder Hummer H1 in sich.

Spartanisch im Innenraum

Noch schlichter als außen zeigt sich der Bollinger B1 im Innenraum. Hier befindet sich nichts, was nicht dringend benötigt wird. Vier Einzelsitze, Laderaum und ein Armaturenbrett mit drei analogen Rundinstrumenten, dazu ein paar Kippschalter und ein Dreispeichen-Lenkrad aus dem historischen Motorsport. Das war's.

614 Elektro-PS

Der 4,76 Meter lange Bollinger B1 ist unterm Blech modern – und außen kompromisslos retro.

Optisch deutet also rein gar nichts darauf hin, dass es sich beim Bollinger B1 um einen Geländewagen mit Elektroantrieb handelt. Die Leistung der beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse hat jedoch nichts mit den Geländegängern der alten Garde gemein. So leistet der B1 imposante 614 PS und 905 Nm Drehmoment. Nicht zuletzt dank seines Zweigang-Getriebes schafft er eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Aus dem Stand spurtet der knapp 2,2 Tonnen schwere Elektro-Koloss in weniger als fünf Sekunden auf Tempo 100.

180-kWh-Akku folgt

Die beiden Elektromotoren werden von einem 120-kWh-Akkupaket gespeist, das eine maximale Reichweite von 320 Kilometern garantieren soll. Mittelfristig soll es ein zweites Akkupaket mit 180 kWh geben, das Reichweiten von mehr als 500 Kilometern ermöglichen soll. An einem Schnelllader soll das im Boden verbaute Akkupaket in rund 75 Minuten wieder voll sein, an der heimischen Steckdose vergehen mehr als zehn Stunden. Damit es im Gelände auch vorwärtsgeht, liegt die Bodenfreiheit bei üppigen 38 Zentimetern.

Pick-up-Version mit offener Ladefläche

Mit wenigen Handgriffen lassen sich Türen, Dachelemente und sogar die Schiebefenster entfernen.

Das maximale Ladevolumen im B1 gibt Bollinger mit 3200 Litern an – bei ausgebauter hinterer Sitzreihe und inklusive "Frunk", also dem vorderen Kofferraum. Dank einer entsprechenden Durchreiche kann innen tatsächlich die volle Fahrzeuglänge genutzt werden, von der Frontstoßstange bis zur Heckklappe. Wem das immer noch nicht reicht, für den gibt es die Pick-up-Version Bollinger B2: eine über 5,20 Meter lange Doppelkabine mit offener Ladefläche. Der Elektroantrieb ist identisch mit dem des B1.

Marktstart und Preis

Der Marktstart für den Bollinger-Doppelpack ist für Ende 2020 geplant. Die ersten Testfahrzeuge sind bereits auf amerikanischen Straßen und im harten Gelände unterwegs. Ab 2021 treten Bollinger B1 und B2 gegen Elektro-Geländewagen wie Rivian R1S und R1T an, die jeweils unter 75.000 Dollar starten werden. Insofern dürfte bei Bollinger B1 und B2 auch die Preisgestaltung interessant werden.

Bildergalerie Bollinger B1/B2 (2020)

Autor: Stefan Grundhoff

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