Aller guten Dinge sind drei – oder auch mal vier. Man nehme eine Scheibe Brot, eine Portion Butter, eine Prise Salz und vielleicht noch ein wenig Schnittlauch – fertig ist ein schmackhaftes Abendbrot. Es muss nicht immer exquisite Sterne- oder extravagante Molekularküche sein. Ein Brot schmeckt prima und macht auch satt. So ähnlich ist das auch bei Reisemobilen.
Es muss nicht immer das teuerste und ausgefallenste Modell sein, um einen schönen Urlaub zu erleben. Manchmal ist weniger mehr, sofern – siehe Butterbrot – die Zutaten stimmen und von guter Qualität sind. Das Fahrzeug sollte in Sachen Ausstattung alles mitbringen, außerdem sollte es schick sein und uns emotional ansprechen. Schon sind wir bei Fahrzeugen der oberen Mittelklasse, die für sehr viel Reisemobilisten die ideale Schnittmenge zwischen persönlichem Anspruch und Budget sind.

Dethleffs Trend
Jede Menge Platz bietet die Face-to-Face-Sitzgruppe.
Bild: Hardy Mutschler

Mitteklasse-Wohnmobil Dethleffs: Das ist er

Ein Teilintegrierter auf Basis des Fiat Ducato, der in der oberen Mittelklasse an den Start geht und ab rund 78000 Euro (kurze Varianten) angeboten wird. Er gehört zu einer Modellfamilie aus je fünf Teilintegrierten in zwei Längen sowie fünf Integrierten mit vergleichbaren Grundrisslösungen, die bei rund 90000 Euro starten. Drei der Teilintegrierten sind 7,41 Meter lang, zwei treten mit 6,99 Meter Länge an. Die vergleichbaren Integrierten sind genau einen Zentimeter kürzer, was der Form der Bugmaske geschuldet ist.
Dethleffs Trend
Geschlafen wird längs. Die beiden Einzelbetten können zu einer großen Liegefläche umgebaut werden.
Bild: Hardy Mutschler
Zur Auswahl stehen drei Einzelbettgrundrisse, einer mit Doppelquerbett sowie einer mit Queensbett im Heck. Der neue Trend ersetzt nicht nur den alten Trend, sondern auch noch den Pulse und den Just. Grob gesagt lieferte der bisherige Trend das Grundkonzept, der Pulse das sportive Exterieur und der Just einige Grundrisslösungen. Dethleffs-Pressesprecher Helge Vester sagt dazu: "Mit dem neuen Trend vereinen wir das Beste aus drei Baureihen in einer."
Erfreulich: Trotz umfangreicher Serienausstattung treten alle neuen Trend – auch wegen des Ducato-Light-Chassis – in der 3,5-Tonnen-Klasse an. Damit dürfen alle Familienmitglieder mit gültigem Pkw-Führerschein ans Steuer, ans Lkw-Überholverbot muss man ebenso wenig denken wie an die Go-Box in Österreich.

Dethleffs Trend T 7057 EB: Das hat er

Wir fahren den T 7057 EB, der nach unserer Meinung innerhalb dieser Familie das Zeug zum Bestseller hat. Er bietet eine L-förmige Sitzgruppe sowie einen zusätzlichen Einzelsitz neben der Aufbautür, auf den sich Gäste platzieren können, der aber auch zum Füße hochlegen taugt. Dank der üppigen Fahrzeuglänge ist das Platzangebot mehr als akzeptabel. Das gilt nicht nur für die Sitzgruppe, sondern auch für Sanitärbereich und Schlafgemach.
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Für den Übernachtungsgast: ein zusätzliches Hubbett über der Sitzgruppe.
Bild: Hardy Mutschler
Im Heck finden wir zwei Einzelbetten mit mehr als 2,10 Meter Länge, die sich zu einer Liegewiese mit zwei Meter Breite ausbauen lassen. Das hat heimische Dimensionen und freut nicht nur Menschen mit Gardemaß. Dazu kommt ein Hubbett, das während der Fahrt an der Decke über der Sitzgruppe ruht und bei Bedarf elektrisch heruntergefahren werden kann. Dann ist allerdings die Sitzgruppe nicht mehr nutzbar. Sie ließe sich theoretisch auch zum Bett umbauen, in der Praxis wird das wohl kaum jemand tun.
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Entspannt und komfortabel auf der Straße unterwegs.
Bild: Hardy Mutschler
Komplett neu gezeichnet ist der Möbelbau mit geradliniger, quaderförmiger Grundstruktur. Die planen Möbelklappen kommen dank der Federschnäpper ohne sichtbare Beschläge aus. Das ermöglicht eine cleane Optik und bequemes Öffnen und Schließen per Druck auf die Klappe. Passend zum modernen Innenraumkonzept verzichtet man auf Gardinen und verkleidet die Wände mit grauem Filz. Da macht der Trend seinem Namen Ehre – ebenso wie mit dem aufwendigen Lichtkonzept mit indirekter Ambientebeleuchtung im ganzen Fahrzeug.
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Von beiden Seiten beladbar: die große Heckgarage.
Bild: Hardy Mutschler
Der Sanitärbereich ist zweigeteilt. Auf der Fahrerseite wartet eine separate Dusche, gegenüber Waschbecken und Toilette. Die Toilettentür lässt sich nach vorn schwenken, sodass Schlaf- und -Sanitärbereich vom Wohnbereich abgetrennt sind. So kann man sich entspannt umziehen. Die Kleiderschränke sind unter den Betten platziert. Dazu glänzen die Einzelbettgrundrisse mit einem umlaufenden Dachschrankensemble. Stauraum ist reichlich vorhanden, auch in der Heckgarage, die zwei Türen besitzt – beide einhändig zu bedienen. Zwei Fahrräder finden hier auf jeden Fall Platz. Knapp bemessen sind lediglich Arbeitsfläche und Stauraum in der Küche, der schlanke 137-Liter-Kühlschrank hingegen bietet angemessenen Lagerraum.

Dethleffs Wohnmobil: So fährt er

Entspannt und komfortabel. Schließlich tritt unser Testwagen mit der Neunstufen-Wandlerautomatik an, die mit dem 140-PS-Diesel gut harmoniert. Unser Testwagen ist gut ausgestattet. Dethleffs verspricht serienmäßig eine "Ausstattung zum Losfahren". Zubuchen kann man ein Winterpaket, das Familypaket sowie das GT-Paket, zu dem neben zahlreichen Chassis-Extras auch ein sportiveres Exterieur gehört.