Jan. 30 2015, Detroit, MI, USA - James Robertson, 56, of Detroit, walks toward Woodward Ave. to catch his morning bus to Somerset Collection in Troy before walking to his job at Schain Mold & Engineering in Rochester Hills on Thursday, Jan. 29, 2015 in Detroit.
Täglich marschierte der tapfere James Robertson 34 Kilometer.
Bild: DPA
James Robertsons Geschichte bewegt ganz Amerika: Vor zehn Jahren verreckte sein alter Honda. Und da er sich kein neues Auto leisten konnte, nicht umziehen oder den Job wechseln wollte und der öffentliche Nahverkehr auf seiner Strecke aus Downtown in einen Vorort der ehemaligen Auto-Metropole Detroit schlecht ausgebaut ist, lief der 56-Jährige jeden Tag einen Teil des Weges. Einen großen Teil. 13 Kilometer hin, 21 Kilometer zurück. Trotz dieser Strapazen und meist nur zwei Stunden Schlaf pro Nacht ist James Robertson ein Vorbild an Pflichtbewusstsein.

Ein Zeitungsartikel macht ihn zum Helden

Vielleicht wäre niemand auf das Schicksal des tapferen Arbeiters aufmerksam geworden, hätte nicht die Lokalzeitung "Detroit Free Press" eine Titelgeschichte über Robertson gemacht, die ihn zum Helden werden ließ. Eine Welle der Solidarität brach los: Autohändler boten werbewirksam ihre Hilfe an, ein Student sammelte per Crowdfunding mehr als 275.000 Dollar für den Dauerläufer, andere boten ihm Mitfahrgelegenheiten an. Bislang lehnte Robertson jede Hilfe ab, und das Geld wollte er laut "Detroit Free Press" lieber in das marode Buslinien-Netz stecken, statt sich ein Auto zu kaufen.

"Der Ford Taurus ist wie ich"

56-year-old factory worker, James Robertson, sits in his new car which was presented to him by Suburban Ford of Sterling Heights Michigan USA
"Das Auto ist wie ich: außen schlicht, innen stark", sagte Patterson über seinen Taurus.
Bild: dpa
Das muss er jetzt auch gar nicht mehr tun: Ein örtlicher Autohändler hat ihm einen nagelneuen Ford Taurus geschenkt. Diese Limousine hatte sich der tapfere Marschierer gewünscht, "weil es genauso ist wie ich: außen schlicht, innen stark". In der Tat: Der Ford, der gerade ganz frisch auf den US-Markt gekommen ist, hat schon in der kleinsten Motorisierung (2.0 l EcoBoost, ab ca. 30.000 Euro) 240 PS. Standardmäßig ist er mit einem 288 PS starken 3,5-Liter-V6 ausgerüstet. Das Topmodell, ein 3,5-Liter-V6 mit EcoBoost, hat gar 365 Pferdchen unter der Haube. Ob Robertson nun tatsächlich mit dem Auto zur Arbeit fährt, ist nicht bekannt.