Deutsche Post Speed Academy
Studenten auf Schleuderkurs

Ein Auto quer um die Kurve zu fahren ist gar nicht so einfach. Die Vollgas-Studenten der Deutsche Post Speed Academy bekamen das beim Drift-Training in Papenburg mehr als deutlich zu spüren.
Ein heiseres Röhren übertönt die leise plätschernde Sprenkleranlage. Auf dem Nasshandlingkurs des Testgeländes im niedersächsischen Papenburg fliegt ein gelber Porsche 911 heran. "Geh fester in die Eisen, das tut dem Wagen nicht weh!", brüllt Christian Menzel energisch in sein Funkgerät. Vollgas-Student René Rast hört auf seinen Lehrmeister und Kollegen aus dem Porsche Carrera Cup. Noch vor der engen Linkskurve bricht das Heck auf der glitschigen Fahrbahn aus. Gasstöße donnern wie Salven durch die Luft. Im Drift zirkelt Rast den Porsche um die Kurve. "Das war doch mal schön", freut sich Co-Instruktor Timo Glock. Zusammen mit Menzel und Michael Seifert hat der Formel-1-Testfahrer und GP2-Champion den ganzen Tag sein Bestes gegeben, um den fünf Nachwuchs-Rennfahrern dieses Kunststück an der Haftgrenze beizubringen. Sehr wertvoll, um bei Regenrennen oder in heiklen Rennsituationen das Auto optimal zu beherrschen.

Seit 2004 fördert die Deutsche Post AG mit ihrer Speed Academy deutsche Nachwuchsmotorsportler. Jedes Jahr werden sechs Kandidaten ausgewählt. Wer in die Speed Academy kommt, entscheidet eine sechsköpfige Fachjury. Sie verteilt auch viermal pro Jahr Zwischenzeugnisse. Kriterien für die Noten: Rennergebnisse und Leistungen bei den Speed-Academy-Seminaren auf und neben der Piste. In jedem der vier Wertungszeiträume werden 60.000 Euro ausgeschüttet. Der beste Vollgas-Student erhält 30.000 Euro, der Zweite 20.000, der Dritte 10.000. Wer am meisten Fördergeld für seine Rennzukunft "verdient", ist Jahressieger. Mehr Infos unter: speed-academy.de.
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