Deutschlands beste Autofahrer 2010
Sicherheitstraining am Limit

Start frei für die Aktion Deutschlands beste Autofahrer 2010: Die ersten 41 von 1500 Leserinnen und Lesern durften einen Tag Sicherheit trainieren. Wir haben zwei von ihnen ins Cockpit geschaut.
Bild: Harald Almonat
Die beiden haben sich viel vorgenommen: SIE ist Hausfrau und dreifache Mutter und will es ihrem Mann zeigen. "Der wurde letztes Jahr Zweiter beim Vorentscheid, hat nur knapp das Finale verpasst." ER ist Hauptmann bei der Bundeswehr und hat einen Traum: "Wenn ich noch mal jung wäre, würde ich Rallyefahrer werden." Maureen Thielmann-Ludwichowski (37) und Jens Strüben (46) dürfen mitmachen bei der Aktion Deutschlands beste Autofahrer 2010. AUTO BILD begleitet beide bei ihrem Tag am Limit.
Rückblick: Das ist Deutschlands bester Autofahrer 2009

Fieser Bogen beim Führerscheintest
11:15 Maureen ist quasi durch Schaden klug geworden. Nachdem sie gekonnt den Ka durch den Pylonen-Kurs gelenkt hat, erzählt sie von ihrem schlimmen Unfall, damals, mit Mamas Fiat Uno: Während der Fahrt telefonierte sie und rauchte. Als sie die Kippe vom Boden aufheben wollte, passierte es. Sie krachte frontal in einen Baum, mit 80 km/h. "Ein Beifahrer hätte das nicht überlebt", sagt Maureen. Das Rauchen hat sie aufgegeben, fährt auch viel vorsichtiger. Und sagt: "Von so einem Sicherheitstraining kann man viel mitnehmen. Auch Selbstbewusstsein." 15:02 Es wird ernst. Die erste von vier Prüfungen. Seit sechs Minuten grübeln Maureen, Jens und die anderen über einem vierseitigen Fragebogen – theoretische Führerscheinprüfung. Maureen ist vorbereitet, denn ihr Sohn Jerome macht gerade den Führerschein. Zwei seiner Bögen hat sie ausgefüllt, fehlerfrei. Nach sechs Minuten und 30 Sekunden gibt sie ab, 23 Sekunden später ist Jens fertig, steckt sich erst mal eine Zigarette an: "Mann, was hab’ ich bloß für einen fiesen Bogen erwischt!" Drei Stunden später wird Tourneeleiter Michael Weykopf (56) sagen, dass von 41 Teilnehmern nur 14 die theoretische Prüfung bestanden hätten. Alle anderen haben mehr als zehn Fehlerpunkte. Auch Maureen (13 Fehler) und Jens (16) wären in der Fahrschule durchgefallen.
Das Malheur mit dem Gurt
15:48 "Ein Glück", sagt Jens, "wir dürfen den Slalom-Parcours mit dem Ka fahren, der ist so schön handlich." Er stellt Sitz und Lenkradposition ein. Dann steigt er aus. Drückt unter einer Stoppuhr den roten Startknopf, sprintet zurück zum Auto, springt hin ein, schlägt die Tür zu – und ... steht. 20 Sekunden lang. Dann endlich düst er los, zirkelt den Ka flott und zentimetergenau durch den Parcours. Am Ende drückt Jens bei 50:96 Sekunden auf den roten Knopf. Und flucht. "So ein Mist. Der Gurt ist aus dem Schloss gesprungen. Ich konnte nicht losfahren." Der Beste meistert diese Übung in 43 Sekunden. "Ohne dieses Malheur hätte ich die Zeit locker unterboten", schimpft Jens. Und trauert der vergebenen Chance nach. So oft auf dem Bundeswehrgelände geübt. Und jetzt so was. Maureen braucht etwas mehr als 54 Sekunden. Nur vier Sekunden schlechter als Jens. 16:35 Schon vor der dritten Prüfung hakt Jens das große Finale am 3. September ab: "Wenn du einmal vergeigst, dann war’s das." Jetzt erwartet ihn eine 60 Meter lange Kunststoffpiste, sie ist klitschnass, wird permanent bewässert. Und Jens geht voll in die Eisen, lenkt nach links um ein Hindernis – und räumt mit dem Heck zwei Pylonen ab. Im Ernstfall hätte es geknallt. Dabei konnte der 46-Jährige Unfälle bislang immer verhindern. "Keines meiner Autos hatte jemals eine Beule.
Hausfrau und Hauptmann fast gleichauf

Bild: Harald Almonat
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