Achtung, liebe Autofahrer: Wer hinterm Steuer zum Smartphone greift, der riskiert ab sofort mehr als nur einen bösen Blick vom Beifahrer – nämlich einen richtig teuren Schnappschuss von oben!
In Mainz (Rheinland-Pfalz) ist jetzt Deutschlands erster sogenannter Handy-Blitzer im Regelbetrieb gestartet.

Hightech gegen Handysünder

Das System hört auf den Namen Monocam und scannt von einer Brücke aus Gesichter sowie Hände der Fahrer – und erkennt blitzschnell, wer gerade am Smartphone daddelt, Nachrichten schreibt oder sich von der Navi-App ablenken lässt.
Ein kurzer Blick aufs Smartphone-Display reicht, um ins Visier des neuen Systems zu geraten. Wird ein Verstoß erkannt, funkt das System das Beweisfoto direkt zur Polizei.
In den Niederlanden wird Monocam bereits erfolgreich eingesetzt, nun startet die Technologie auch in Deutschland durch – nach einer erfolgreichen Testphase jetzt erstmals im echten Einsatz auf der A60 bei Mainz. Die Polizei in Rheinland-Pfalz will das System flächendeckend einsetzen – andere Bundesländer dürften bald folgen.

100 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg

Wird man mit dem Handy in der Hand oder am Ohr erwischt, drohen 100 Euro Bußgeld und ein Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg. Und: Die Fotos sind hochwertig genug, um vor Gericht zu bestehen – Datenschützer sehen in der Auswertung bislang kein Problem, da das System nur bei Verdachtsmomenten auslöst und menschlich überprüft wird.
Die Einführung des Handy-Blitzers ist ein klares Signal: Ablenkung durch Smartphones ist im Straßenverkehr brandgefährlich – und wird künftig konsequent geahndet. Also: Finger weg vom Handy, Hände ans Lenkrad – sonst wird's richtig teuer.