Diese Position ist im Auto lebensgefährlich!
Füße auf dem Armaturenbrett: Hier droht Lebensgefahr!

Wer es sich im Auto gemütlich machen möchte, der legt schon mal die Füße aufs Armaturenbrett. Doch das kann lebensgefährlich sein.
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Auf langen Autofahrten machen es sich einige Beifahrer schon mal besonders gemütlich: Sitz nach hinten, Füße aufs Armaturenbrett, die Fahrt so gut es geht genießen.
Doch Vorsicht! Die lässige Sitzposition kann im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein. Das hat der ADAC in einem Test nachgewiesen.
Bei der Untersuchung wurde ein Crashtest mit 64 km/h durchgeführt. Die Begutachtung des Beifahrer-Dummys nach dem Crash zeigte: Der Airbag im Armaturenbrett kann die Insassen in der lässigen Sitzposition nicht schützen. Im Gegenteil: Er erhöht sogar das Verletzungsrisiko.
Die Füße gehören in den Fußraum
Heißt also: Die Füße gehören auf den Boden, in den Fußraum. Die Beine des Dummys wurden beim simulierten Crash durch den auslösenden Beifahrer-Airbag nach oben gedrückt. "Aufgrund der zurückgelehnten Sitzposition hat der Oberkörper einen längeren Weg und wird dadurch stärker beschleunigt. Mit dieser Beschleunigungsenergie trifft der Kopf auf das eigene Knie/Schienbein. Im Rebound dreht sich der Dummy zudem aus dem Gurt heraus, und sein Kopf verfehlt die schützende Kopfstütze", heißt es beim ADAC, der das Szenario als "fatale Kettenreaktion" bezeichnet.
"Schwerste bis tödlichen Verletzungen"
Es zeige sich deutlich, dass der Airbag, der im Armaturenbrett verbaut ist, die Insassen nicht schütze, sondern sogar das Verletzungsrisiko erhöhe. "So kann diese Sitzposition zu schwersten bis tödlichen Verletzungen an Kopf, Wirbelsäule oder Beinen führen. Auch aus der Unfallforschung weiß man, dass Kopf und Nacken so stark beansprucht werden, dass die Verletzungen der Wirbelsäule oft tödlich sind", so der ADAC weiter.

Füße hoch und die Fahrt genießen? Im Auto keine gute Idee: Bei einem Unfall kann es zu schweren bis tödlichen Verletzungen kommen.
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Wie schlimm die Verletzungen tatsächlich sein können, ist in den Medien regelmäßig zu verfolgen, denn immer mal wieder melden sich Opfer zu Wort. Wie eine Britin, deren Röntgenaufnahmen sogar veröffentlicht wurden. Eine Seite ihres Beckens ist gebrochen, die andere ausgerenkt.
Röntgenbild sagt mehr als tausend Worte
"Auf diesem Röntgenbild sind die schrecklichen Verletzungen zu sehen, die eine Beifahrerin auf dem Vordersitz erlitten hat, weil sie zum Zeitpunkt einer Kollision ihre Füße auf dem Armaturenbrett hatte. Sollte Ihr Beifahrer ebenfalls seine Füße auf dem Armaturenbrett platzieren, dann halten Sie das Auto an und zeigen Sie ihm dieses Foto", warnt der Polizist Ian Price.
Die Irin Grainne Kealy wiederum erlitt 2006 einen so schlimmen Autounfall, dass sie zwei Jahre lang keine Stirn mehr hatte, da mehrere Knochen in ihrem Gesicht brachen. "Sie [die Ärzte] sagten mir, ich hatte mein Gesicht nach innen und nach oben eingedrückt und dass sie es buchstäblich wieder herausziehen und neu zusammensetzen mussten", erinnert sie sich im Gespräch mit der "Sun". 2009 wurde ihr eine speziell angefertigte künstliche Stirn eingesetzt.
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