Donkervoort P24 RS (2026): das Hypercar-Schnäppchen
Darum ist dieser 400.000-Euro-Exot ein Schnäppchen
Donkervoort P24 RS
Exklusiver als viele Ferrari, schneller als die meisten Porsche und kostet nur den Bruchteil eines Koenigsegg: Das ist der Donkervoort P24 RS!
Bild: Donkervoort Automobielen BV
Der neue Donkervoort P24 RS ist ein Auto der Extreme. Extrem selten, extrem schnell und vor allem: extrem leicht! Das Leergewicht geben die Niederländer mit konservativ berechneten 780 Kilo an. Fahrfertig sollen es 840 Kilo sein, die beim P24 RS auf 600 PS und 800 Nm Drehmoment treffen.
Das Ergebnis sind Fahrleistungen, die denen eines Hypercars in nichts nachstehen. 0-200 km/h? 7,4 Sekunden. Topspeed? Über 300 km/h. Und dann ist da noch der beeindruckendste Wert von allen: die maximale Querbeschleunigung von 2,3 g.
Jetzt, wo die Fakten auf dem Tisch liegen, können wir uns dem P24 RS im Detail widmen. Denn auch wenn die Zahlen beeindruckend sind, so geht es Donkervoort nicht in erster Linie um die Theorie. Vielmehr sollen die im niederländischen Städtchen Lelystad von Hand gebauten Flundern ihren Besitzern vor allem eines bieten: maximalen Fahrspaß!
Die Geschichte von Donkervoort
Für alle Donkervoort-Neulinge: Das Unternehmen wurde 1978 von Joop Donkervoort gegründet und ist bis heute in Familienbesitz. Mittlerweile leitet sein Sohn Denis die Firma. Der P24 RS folgt der Tradition und ist nach Denis' zweiter Tochter Phébe benannt, die 2024 zur Welt kam.

Auf diesem Foto ist das optionale Aeropaket montiert. Es besteht aus drei Front- und zwei Heckelementen.
Bild: Donkervoort Automobielen BV
Um leistungstechnisch in neue Regionen vorzustoßen, hat sich Donkervoort vom charakteristischen Audi-Fünfzylinder-Turbo verabschiedet. Entgegen dem in der Großserie anhaltenden Downsizing-Trend gibt es in den Niederlanden zukünftig mehr Zylinder und mehr Hubraum.
Der 3,5-Liter-V6-Biturbo mit Trockensumpfschmierung stammt von Ford, womit Donkervoort zu seinen Wurzeln zurückkehrt, denn schon in den ersten Modellen vor vielen Jahrzehnten wurde auf Ford-Power gesetzt.
600 PS und 800 Nm Drehmoment
Im P24 RS erreicht der stark überarbeitete Sechszylinder 600 PS und 800 Nm Drehmoment – das macht ein Plus von 100 PS und 160 Nm im Vergleich zum Vorgänger F22. Typisch für Donkervoort: Die Kraft geht mittels Fünfgang-Handschaltung von Tremec an die Hinterräder. Zwar ist eine einstellbare Traktionskontrolle an Bord, doch ESP gibt es weder für gute Worte noch für Geld.

Das Dach besteht aus drei Teilen und lässt sich mit wenigen Handgriffen im Kofferraum verstauen.
Bild: Donkervoort Automobielen BV
Womit wir bei der Optik sind. Im ersten Moment wirkt der P24 RS wie eine moderate Evolution des F22, was er streng genommen auch ist. Je genauer ich hinschaue, desto mehr Unterschiede fallen mir jedoch auf. So sind die Frontleuchten deutlich schmaler designt – das liegt daran, dass sie nur Tagfahrlicht und Blinker beherbergen. Die eigentlichen Scheinwerfer klappen in Rekordgeschwindigkeit links und rechts vom Kühlergrill aus. "Swing-out-Scheinwerfer" nennt Donkervoort diese charmante Lösung.

Die wichtigsten Funktionen können direkt am Lenkrad gesteuert werden. Die Leistung lässt sich in drei Stufen mittels eines Drehschalters in der Mittelkonsole einstellen. Einen Airbag gibt es nicht.
Bild: Donkervoort Automobielen BV
Innenraum: mehr Platz als gedacht
Dank abnehmbarer Dachteile klappt der Einstieg besser als gedacht. Das Mini-Lenkrad mittels Schnellverschluss abnehmen, Füße vor den Schalensitz, festhalten, hineingleiten, fertig.
Verglichen mit einem Caterham fällt das Platzangebot geradezu üppig aus. Donkervoort verspricht, dass Menschen bis 2,05 Meter Körpergröße Platz haben sollen. Mit meinen 1,83 Metern fühle ich mich sehr wohl.

Die Verarbeitung des Carbons ist top. Außerdem gut zu sehen: die hinteren Elemente des Aeropakets.
Bild: Donkervoort Automobielen BV
Was mich am meisten beeindruckt, ist die makellose Verarbeitung. Eine in Sichtcarbon gefertigte Karosserie verzeiht nicht den kleinsten Fehler – und obwohl es sich bei diesem P24 RS um ein Vorserienfahrzeug handelt, ist die Fertigungsqualität hervorragend.

Auch wenn es nicht so aussieht: Der Innenraum ist geräumiger als gedacht. Personen bis 2,05 Meter Körpergröße sollen den P24 RS fahren können – sogar mit Dach.
Bild: Donkervoort Automobielen BV
Donkervoort hat angekündigt, 150 Exemplare des P24 RS zu bauen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind noch rund 100 Autos verfügbar. Der Basispreis liegt bei 298.500 Euro netto, macht in Deutschland 355.215 Euro brutto. Mit einigen Extras werden es aber schnell 400.000 Euro und mehr. Auch in puncto Preis ist der Donkervoort extrem.
Fazit
Spätestens seit ich vor vielen Jahren mal einen Donkervoort D8 GTO gefahren bin, bin ich ein Fan. Was die Optik angeht, hat Donkervoort bereits mit dem F22 einen großen Schritt gemacht. Was mich beim P24 RS, neben den Zahlen, am meisten beeindruckt hat? Die tadellose Verarbeitung. Ich freue mich auf den Fahrbericht!
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