Drama in Laguna Seca: Deutsche Porsche-Pilot gewinnt auf den letzten Metern
Unglaubliches Finale: Porsche-Sieg in letzter Runde

Last-Lap-Drama in Kalifornien: Laurin Heinrich schnappt sich in Laguna Seca auf den letzten Metern den Sieg und sorgt für eine kleine Sensation für Porsche.
Bild: Porsche/Jürgen Tap
- ABMS
Was für ein Showdown beim IMSA-Rennen in Laguna Seca: Auf dem legendären Kurs in Kalifornien fällt die Entscheidung am Sonntag erst in der letzten von 119 Runden. Zwischen Kurve vier und fünf presst sich Porsche-Pilot Laurin Heinrich (24, aus Kürnach) am führenden Cadillac von Earl Bamber (35, Neuseeland) vorbei und schnappt sich auf den letzten Metern noch den Sieg.
Und der ist eine kleine Sensation. Der Deutsche fährt gemeinsam mit Tijmen van der Helm für das Kundenteam JDC-Miller – und noch dazu im Vorjahres-963. Während sich die beiden Werks-Porsche am Sonntag mit den Plätzen sechs und sieben begnügen müssen, feiert das Privatteam seinen ersten IMSA-Sieg in der GTP-Klasse überhaupt.
Starker Schlussspurt bringt Porsche den Sieg
„Ich wusste, dass wir ein gutes Auto haben, aber die anderen Jungs haben es uns heute schwer gemacht. Es gab viel Kontakt“, sagt Heinrich im Ziel zu den harten Zweikämpfen. Eine Strecke, die ihm offenbar besonders liegt: „Ich liebe es, hierher zu kommen. Und ich habe bisher jedes Rennen gewonnen, das ich hier gefahren bin. Es ist unglaublich.“

Cadillac niedergerungen: In der letzten Runde schnappt Heinrich noch zu.
Bild: Porsche/Jürgen Tap
Dass sich sein Erfolgslauf auch 2026 fortsetzt, sieht lange Zeit nicht danach aus. Der JDC-Miller-Porsche startet von ganz hinten in der GTP-Klasse, später leistet sich Heinrich in der Haarnadel nach Start und Ziel auch noch einen Ausflug ins Kiesbett.
„Es war kein perfektes Rennen, wie mein kleiner Exkurs in Kurve zwei gezeigt hat. Aber das gehört eben auch dazu. Wir haben mit Vollgas gepusht, dabei passieren auch mal Fehler“, so der 24-Jährige.
Cadillac geschlagen – Deutsche Erfolge
Doch das nötige Quäntchen Glück mit dem Timing einer Gelbphase und eine überragende Pace am Ende bringen Heinrich zurück ins Spiel. Cadillac-Pilot Earl Bamber muss sich geschlagen geben: „Er kam in den letzten Runden wirklich aus dem Nichts. Als ich hörte, mit welcher Schlagzahl er aufholt, wusste ich, dass es schwer wird.“
In der letzten Runde hat Heinrich schließlich mehr Grip und setzt den entscheidenden Angriff. „Wir haben hart, aber fair gekämpft“, sagt Bamber.
Platz drei in der GTP-Klasse geht an die BMW-Truppe mit Marco Wittmann und Philipp Eng. Einen weiteren deutschen Erfolg gibt es in der GTD-Pro-Klasse, wo Christopher Mies gemeinsam mit Frédéric Vervisch für Ford gewinnt.
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