DTM am Lausitzring

HRT: Genugtuung dank Götz-Sieg

Am Freitag noch disqualifiziert, am Sonntag ganz oben auf dem Podium: Maximilian Götz hat HRT den ersten DTM-Sieg und eine Menge Genugtuung beschert.
Dieser Sieg geht runter wie Öl! Das Haupt Racing Team feiert dank Maximilian Götz am Sonntag auf dem Lausitzring den ersten DTM-Erfolg. Mit dabei: Jede Menge Genugtuung nach einer umstrittenen Disqualifikation, die in der Rennserie für Diskussionen sorgt. Denn HRT verlor wegen eines angeblich falsch genutzten Sprits in Monza nachträglich 21 Punkte.
"Das schmeckt sehr geil. Es ist ein mega Gefühl. Es ist emotional. Es ist etwas, an dem wir seit Jahren arbeiten. Dieser Moment ist für mich als Fahrer schön, aber auch für das Team, das so hart arbeitet", sagte Götz. Ein wenig Genugtuung ist auch dabei. Götz betont bei ABMS: "Das ist es, was wichtig ist im Motorsport: Du darfst nie aufgeben."
Und auch HRT-Geschäftsführer Ulrich Fritz wollte Genugtuung nach dem Rückschlag am grünen Tisch bei ABMS nicht verhehlen. "Natürlich ist das Haupt Racing Team mega glücklich über den Sieg, den ersten Sieg in der DTM. Und es ist sicher auch Aufatmen und auch Genugtuung dabei, denn das Lausitzring-Wochenende hat für uns schwierig begonnen mit den Diskussionen um die Bestrafung und der Unsicherheit dahinter. Dann sind beide Autos am Samstag auch noch ausgefallen", sagte Fritz. "Der Sieg kam daher wie auf dem Silbertablett zur richtigen Zeit. Das Team und die Fahrer haben Kampfgeist bewiesen und das Team ist motiviert, ganz weit vorne mitzufahren."

Sieger Maximilian Götz.

©Gruppe C Photography

Der Hintergrund der Sprit-Affäre: Eine nach dem Qualifying 1 in Monza entnommene Benzinprobe aus dem Auto von Götz‘ Teamkollegen Vincent Abril entsprach nicht der hinterlegten Referenzprobe des an die Teams ausgegebenen Kraftstoffs. Am Freitag wurde in einer siebenstündigen Marathon-Verhandlung entschieden: Disqualifikation.
Beim HRT-Team um Ex-DTM-Fahrer Hubert Haupt tappt man im Dunkeln, wie das passieren konnte. "Ich kann ausschließen, dass das Team absichtlich etwas manipuliert hat, um Performance-Vorteil zu erreichen", sagte HRT-Geschäftsführer Ulrich Fritz. Man bekomme den Sprit von einem großen Lkw, sagte er und hatte inder Verhandlung die Möglichkeit genannt, dass der Sprit kontaminiert gewesen sein könnte.
Götz springt auf Platz vier
Deshalb hat man Berufung angekündigt, bis Anfang der Woche muss man diese tatsächlich einlegen. "Und dann haben wir innerhalb von einer Woche die Gelegenheit, die Berufung zu begründen. Und dann wird es eine Verhandlung geben", sagte Fritz.
In der Gesamtwertung schiebt sich Götz mit 46 Punkten auf Platz vier. Er hatte bei seinem ersten DTM-Sieg von technischen Problemen des lange führenden Kelvin van der Linde (Abt) profitiert. Irre: Der Südafrikaner musste seinen Audi auf Start-Ziel bei voller Fahrt resetten. Er wurde trotzdem Dritter, hinter Rookie Liam Lawson (AF Corse/Ferrari). Van der Linde führt nach vier Rennen mit 69 Punkten vor Lawson (65).
DTM Lausitzring – 2. Rennen
1. Maximilian Götz (Uffenheim) – Mercedes-AMG GT3 56:52,829 Min.
2. Liam Lawson (Neuseeland) – Ferrari 488 GT3 +4,675 Sek.
3. Kelvin van der Linde (Südafrika) – Audi R8 LMS GT3 +5,271
4. Philip Ellis (Großbritannien) – Mercedes-AMG GT3 +6,706
5. Sheldon van der Linde (Südafrika) – BMW M6 GT3 +7,184
6. Marco Wittmann (Fürth) – BMW M6 GT3 +7,537
7. Daniel Juncadella (Spanien) – Mercedes-AMG GT3 +8,398
8. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) – Audi R8 LMS GT3 +8,672
9. Lucas Auer (Österreich) – Mercedes-AMG GT3 +9,748
10. Nico Müller (Schweiz) – Audi R8 LMS GT3 +10,447
Ausfälle:
Esteban Muth (Belgien) – Lamborghini Huracan GT3 (33. Rd.)
Fahrer-Wertung, Stand nach 4 von 16 Wettbewerben:
1. Kelvin van der Linde (Südafrika) – Audi 69 Pkt.
2. Liam Lawson (Neuseeland) – Ferrari 65
3. Philip Ellis (Großbritannien) – Mercedes 48
4. Maximilian Götz (Uffenheim) – Mercedes 46
5. Alexander Albon (Thailand) – Ferrari 31
6. Marco Wittmann (Fürth) – BMW 28
7. Sheldon van der Linde (Südafrika) – BMW 28
8. Lucas Auer (Österreich) – Mercedes 27
9. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) – Audi 26
10. Nico Müller (Schweiz) – Audi 25

Autor: Andreas Reiners

Fotos: Hoch Zwei / Juergen Tap

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