DTM Auftakt 2009 in Hockenheim
Kristensen erbt den Sieg

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Beim DTM-Auftakt in Hockenheim lieferte die Audi-Truppe eine Demonstration der Stärke ab. Altmeister Tom Kristensen führte ein siegreiches Audi-Quartett an. Bester Mercedes-Pilot war Paul di Resta.
Mit einem Vierfachsieg hat Audi wie im Vorjahr den Saison-Auftakt im Deutsche Tourenwagen Masters (DTM) dominiert. Während Konkurrent Mercedes am Sonntag auf dem Hockenheimring ein Desaster erlebte, durfte sich der Däne Tom Kristensen über einen glücklichen Sieg freuen. Der achtfache Le-Mans-Sieger erbte den Sieg durch einen Reifenplatzer seines schwedischen Markenkollegen Ekström, der vom Start bis zur vorletzten Runde einem klaren Sieg entgegen zu fahren schien. "Alle haben gesehen, dass Mattias heute den Sieg verdient hatte. Aber wichtig ist, dass drei Audis auf dem Podium stehen", sagte der 41-Jährige, der zwei Tage zuvor seinen Ausstieg aus der DTM am Saisonende bekannt gegeben hatte. Am Ende der 39 Runden über eine Gesamtdistanz von 178,386 Kilometern hatte Kristensen einen Vorsprung von 0,353 Sekunden auf Vorjahres-Champion Timo Scheider.
Freude bei Audi – Frust bei Mercedes

In Kurve zwei flogen die Fetzen

Von all dem unbeeindruckt schien Ekström locker seinem 14. DTM-Erfolg entgegen zu steuern. Mit schnellen Rundenzeiten und problemlosen Boxenstopps hielt der zweifache DTM-Champion das Feld in Schach und sah schon wie der sichere Sieger aus. Bis ihm kurz vor Schluss der Reifen platzte und er auf Rang sieben zurückfiel. Neben den beiden Raufbolden der zweiten Kurve, Paffet und Prèmat, gab es weitere, teils prominente, Ausfälle. Martin Tomczyk (Audi, Elektrikprobleme), Bruno Spengler und Susi Stoddart (Mercedes, beide mit Spätfolgen der Kollision in Kurve zwei) erwischte es nach 15 Runden, Mike Rockenfeller (Audi) wurde in der Startphase von Jamie Green ramponiert und musste seinen Wagen nach der ersten Runde abstellen. Am 31. Mai 2009 auf dem EuroSpeedway hat Mercedes die erste Chance sich für das Debakel von Hockenheim zu revanchieren.
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