DTM: Auftakt-Sieger Lucas Auer
So cool hielt er sich Glock vom Leib

Es war das Duell des ersten DTM-Rennens: Rundenlang wehrte Spitzenreiter Lucas Auer die Angriffe von Timo Glock ab. Und das abgezockt und cool.
Bild: Picture-Alliance
Timo Glock ließ nicht locker. Der 35-Jährige versuchte alles. Abwarten. Abwägen. Angreifen. Neu sammeln, erneut angreifen. Am Ende reichte es für den BMW-Piloten nicht, Mercedes-Rivale Lucas Auer rettete beim DTM-Saisonauftakt in Hockenheim einen Vorsprung von 1,9 Sekunden ins Ziel. „Ich habe alles herausgeholt, was ich in meiner Karriere gelernt habe. Ich wusste, dass ich nur einen Schuss habe. Er hat es aber einfach sehr gut gemacht“, sagte Glock.

Abgezockt: Auer hielt Glock bis ins Ziel hinter sich
Doch wie war es für den 22-Jährigen, sich einen erfahrenen Fahrer wie Glock so lange erfolgreich vom Leib zu halten? Auer blieb völlig cool, war im Tunnel und legte sich für den Kampf um den Sieg eine Strategie zurecht. „Wo ich schnell fahre, wo ich ihn unbedingt blockieren oder Abstand gewinnen muss. So konnte ich lange verteidigen“, sagte der Neffe des neuen DTM-Chefs Gerhard Berger zu AUTO BILD MOTORSPORT.Der Plan ging auf, an entscheidenden Schlüsselstellen konnte er davonziehen, sodass Glock auch sein verstellbarer Heckflügel nichts brachte. Auer war klar: Wehrt er die ersten beiden Angriffe ab, ist das Ding zu seinen Gunsten gelaufen. „Es ist aber ein Wahnsinn, wie man sich in einem hektischen Rennen, ohne Funk, eine Strategie zurechtlegt“, so der Österreicher über seinen eigenen Matchplan.

Hockenheim-Sieger: Auer durfte sich feiern lassen
Dass Auer 20 Jahre nach dem letzten Formel-1-Sieg seines Onkels an gleicher Stelle von der Pole aus sein zweites DTM-Rennen gewinnen konnte, ist für ihn aber nur ein netter Nebeneffekt. „Da war ich noch keine drei Jahre alt. Das ist für euch eine schöne Geschichte. Mich freut es aber vor allem, dass mein Team und ich das Maximum erreicht haben“, so Auer.
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