DTM-Aussichten
Aufrecht: "Besser wären zwei!"

Der erste Vorsitzende der ITR, Hans-Werner Aufrecht, sieht die Deutsche Tourenwagen Masters nicht in Gefahr. Er will Alfa, ein Rennen in Berlin und einen weiteren Formel-1-Star.
- Virginia Brusch
Hans-Werner Aufrecht ist in der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) ein alter Hase. Insgesamt 333 Rennen hat er inzwischen miterlebt. Als Vorsitzender der ITR (Internationale Tourenwagen Rennen) e.V., der DTM-Organisation und mit dem von ihm geführten Mercedes-Werksteam HWA. Im Interview mit unseren Kollegen der Sport Bild erklärt der 70-Jährige, was in den nächsten Jahren auf die Deutsche Tourenwagen Serie zukommt. Aber auch, welche Wünsche noch offen sind. So werden die Rufe nach einem dritten Hersteller immer lauter. Denn Audi und Mercedes haben sich zwar sehr gut etabliert, doch ein wenig neuer Wind ist notwendig. Das fordern vor allem auch die Fans der beliebten Serie.
Alfa Romeo ist der Hersteller der Wahl

Coulthard oder Fisichella

Valencia statt Barcelona
Apropos südliche Länder: Der DTM-Kalender für 2010 steht in den Startlöchern. Eine wesentliche Änderung ist der Wechsel von Barcelona nach Valencia. Allerdings nicht auf den Stadtkurs, den die Formel 1 fährt. Die ITR wählte, wahrscheinlich auch aus Kostengründen, den etwas abgelegenen Ricardo Tormo Circuit. Die vier Kilometer lange Strecke liegt rund 20 Kilometer nord-westlich von Valencia. Stadtkurse an Häfen begeistern den ITR-Vorstandsvorsitzenden nur bedingt. Und ganz ohne ist die DTM schließlich auch nicht. Denn der Norisring liegt als letzter deutscher Stadtkurs mitten in Nürnberg. Einen weiteren Stadtkurs könnte sich Aufrecht höchstens noch in Berlin vorstellen. Dann aber nicht wie früher auf der Avus, sondern auf der Straße des 17. Juni. Er ist überzeugt: "Ob man die Straße für die Love Parade sperrt oder für uns, das wäre das gleiche."
Service-Links