DTM: Berger plant Zukunft

DTM: Berger plant Zukunft

Villeneuve und Hülkenberg im Visier

DTM-Boss Gerhard Berger hat derzeit alle Hände voll zu tun mit der Rettung der DTM. Diese zwei Piloten hat er im Visier.
Ex-Formel-1-Star Gerhard Berger (61) arbeitet derzeit Tag und Nacht, um seine DTM mit neuen Reglement auf die Beine zu stellen. Zu seinen Aufgaben gehört auch, über den Tellerrand der besten Tourenwagenserie der Welt hinauszuschauen, um das optimale Paket zu schnüren. Deshalb gilt der ehemalige Ferrari-Pilot als Insider der Formel-1-Szene, dessen Rat dort immer noch Gehör findet.
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Der Tiroler ist überzeugt, dass jede Serie Fahrer braucht, mit der sich die Fans identifizieren können. Formel-1-Piloten, aktuelle und ehemalige, die sich in der DTM mit den Weltklasse-Tourenwagenpiloten wie René Rast, Marco Wittmann oder Timo Glock messen, würden da helfen. So könnte die DTM "ein Race of Champions" werden – allerdings über zehn Veranstaltungen im Jahr. Mit Ex-Weltmeister Jenson Button hat Berger schon den Anfang gemacht. Der britische Weltmeister von 2009 bringt ein eigenes Team mit einem McLaren GT3 an den Start. Es gilt als sicher, dass er auch mal selbst ins Lenkrad seines McLaren greifen wird.
Red Bull-Ersatzfahrer Alexander Albon wird mit einem Ferrari und Red Bull-Unterstützung teilnehmen. Doch Berger hat noch weitere Pläne. Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve hat ebenfalls Interesse signalisiert, in der neuen DTM mitzumischen. „Ich denke, sie ist neben der Formel 1 die momentan attraktivste Rennserie für einen Rennfahrer mit Ambitionen“, so der Kanadier zu ABMS.
Berger dazu: „Jacques würde optimal ins Konzept passen. Am Ende ist es aber eine Frage der Finanzierung. Alle arbeiten dran, Sponsoren zu finden.“

Nico Hülkenberg

©Racing Point

Berger hat noch einen Wunschkandidaten: Nico Hülkenberg. Der Deutsche zögert noch. Der in der Königsklasse arbeitslose Emmericher, der als einer der Top-Ten-Piloten weltweit gilt, will sich 2021 nochmal auf die Formel 1 konzentrieren. 2020 glänzte er dreimal als Ersatzmann für die Corona-erkrankten Sergio Perez und Lance Stroll. 2021 will er wieder der Mann sein, den man fragt, wenn es darum geht, den Formel-1-Feuerwehrmann zu spielen. Ein DTM-Engagement könnte in seiner Wahrnehmung von diesem Ziel ablenken. Noch ist das letzte Wort aber nicht gesprochen.
Intensiv verfolgt Berger weiterhin die Geschehnisse in der Königsklasse. Die Frage, die ihm am häufigsten gestellt wird:  Wie gut ist Rekordweltmeister Lewis Hamilton wirklich? Könnten auch andere Piloten auf dem überlegenen Mercedes ähnliche Leistungen bringen. Berger zu ABMS: „Lewis ist schon absolute Weltklasse. Zu seinem irren Speed und extremen Talent kommt jetzt auch noch seine Erfahrung dazu. Teamkollege Valtteri Bottas ist ja auch nicht gerade langsam, aber am Ende hat er keine Chance gegen Hamilton. So würde es den meisten gehen.“
Allein: Drei Piloten traut er zu, im Mercedes ebenfalls Weltmeister zu werden. Berger: „Max Verstappen, Charles Leclerc und Sebastian Vettel in Normalform. Sonst sehe ich keinem auf diesem Topniveau. Aber Lewis ist für mich im Moment noch die Nummer eins.“
Ist Hamilton angesichts seiner sieben WM-Titel auch der beste Fahrer aller Zeiten? Berger: „Wir hatten Fangio, Prost, Michael Schumacher, Alonso, Vettel und noch andere, die eine Ära geprägt haben. Hamilton steht für mich mit ganz oben. Aber der Beste aller Zeiten ist für mich immer noch Ayrton Senna.“
Berger, der 1990 und 1991 Teamkollege des legendären Brasilianers bei McLaren war: „Ayrton hatte keine Schwächen und verzauberte die Umwelt zusätzlich durch sein unglaubliches Charisma.“

Autor: Ralf Bach

Fotos: DTM

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