DTM: Ekström gewinnt in Budapest
Wittmann vor Titelgewinn

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Mattias Ekström siegt am Sonntag in Budapest, doch der große Gewinner auf dem Hungaroring heißt Marco Wittmann. Der Franke steht vor dem Titelgewinn.
Bild: Picture-Alliance / DTM
Ein völlig verpatzter Start von Edoardo Mortara hat für die Vorentscheidung im DTM-Titelkampf gesorgt und Marco Wittmann vor dem Saisonfinale in Hockenheim in eine komfortable Lage gebracht. Audi-Pilot Mortara fiel am Sonntag von der Pole Position zurück ans Ende des Feldes, parkte sein Auto wenige Minuten vor Rennende und blieb einen Tag nach seinem Start-Ziel-Sieg auf dem Hungaroring ohne Punkte. Wittmann dagegen sammelte als Tagesvierter zwölf Zähler und machte sich mit einem Polster von 26 Punkten auf Rang zwei auf den Heimweg.

Mortara kommt schlecht weg und drängt Wittmann ab
„Das war für uns fast das Optimum. Es tut mir leid für Edo, dass er nicht ins Ziel gekommen ist. Er hat mir am Start den Platz nicht gelassen und klein bei gebe ich auch nicht“, sagte Wittmann der ARD. „Glücklicherweise ist es gut ausgegangen für alle. Das hätte einen bösen Startcrash geben können.“ Mortara stand nach dem Rennen konsterniert abseits. „Für die Meisterschaft ist das sehr enttäuschend“, sagte er.
Der große Druck am Start wurde auf die verbliebenen Titel-Kandidaten noch einmal vergrößert, weil nach einem Parkfehler von Robert Wickens eine zweite Einführungsrunde gefahren werden musste. Die Zeit zum Nachdenken war für Mortara offensichtlich nicht gut. Als die Ampeln ausgingen, kam er mit durchdrehenden Rädern kaum vom Fleck. Rechts überholte ihn deswegen sofort Teamkollege Ekström, links wollte sein Rivale Wittmann vorbei - wurde von Mortara dabei aber aufs Gras gedrängt. In der unübersichtlichen Situation kollidierten unmittelbar danach die Autos von Jamie Green, Wittmann und Mortara.

Sieg für den Oldie: Routinier Ekström konnte jubeln
Wer wen wann zuerst berührte, war schwierig zu erkennen. Mortara und Wittmann kassierten beide eine Verwarnung der Rennleitung. „Das war ein Startunfall, alle sind sich in die Quere gekommen. Das war's“, sagte Hans-Jürgen Abt, der Teamchef von Ekström und Mortara, der ARD. „Der Edo hat einen schlechten Start gehabt und in meinen Augen zu viel verteidigt“, beschwerte sich dagegen BMW-Motorsportchef Jens Marquardt. In der Folge war das Rennen für Green jedenfalls gelaufen, Mortara musste mit einem Plattfuß an die Box und Wittmann klagte über Probleme mit der Lenkung.

Die Top-3 am Podium: Tambay, Ekström, Juncadella
Ekström ist dann nicht dabei. Der Schwede beendete seine Saison mit dem 22. DTM-Sieg seiner Karriere. Das Finale im Oktober verpasst der älteste DTM-Fahrer im Feld, weil er parallel um den Titel in der Rallycross-WM fährt. Er wird zum Abschluss von René Rast vertreten. (fh/dpa)
Den aktuellen Stand in der Meisterschaft gibt es hier.
Das Top-10-Ergebnis vom Sonntag:
1. Mattias Ekström (Schweden) - Audi RS 5 DTM 59:09,402 Min.
2. Adrien Tambay (Frankreich) - Audi RS 5 DTM + 4,350
3. Daniel Juncadella (Spanien) - Mercedes-AMG C63 DTM + 15,870
4. Marco Wittmann (Fürth) - BMW M4 DTM + 23,295
5. António Félix da Costa (Portugal) - BMW M4 DTM + 24,209
6. Tom Blomqvist (Großbritannien) - BMW M4 DTM + 26,067
7. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW M4 DTM + 26,813
8. Timo Scheider (Lochau/Österreich) - Audi RS 5 DTM + 31,792
9. Maxime Martin (Belgien) - BMW M4 DTM + 38,310
10. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) - Audi RS 5 DTM + 38,675
2. Adrien Tambay (Frankreich) - Audi RS 5 DTM + 4,350
3. Daniel Juncadella (Spanien) - Mercedes-AMG C63 DTM + 15,870
4. Marco Wittmann (Fürth) - BMW M4 DTM + 23,295
5. António Félix da Costa (Portugal) - BMW M4 DTM + 24,209
6. Tom Blomqvist (Großbritannien) - BMW M4 DTM + 26,067
7. Timo Glock (Thurgau/Schweiz) - BMW M4 DTM + 26,813
8. Timo Scheider (Lochau/Österreich) - Audi RS 5 DTM + 31,792
9. Maxime Martin (Belgien) - BMW M4 DTM + 38,310
10. Mike Rockenfeller (Landschlacht/Schweiz) - Audi RS 5 DTM + 38,675
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