DTM: Hersteller streiten sich
Zoff um Gewichte nimmt kein Ende

Die Performance-Gewichte bleiben in der DTM ganz oben auf der Agenda. Vor dem Lauf am Nürburgring wehrte sich Audi gegen die Rolle des Buhmannes.
Bild: Picture-Alliance
Das lästige Dauerthema Performance-Gewichte geht mal wieder in eine neue Runde. Von einer Einigkeit sind die Verantwortlichen in der DTM dabei immer weiter entfernt. Am Freitagabend veröffentlichte Audi ein langes Statement zu dem Thema, das vor dem siebten Rennwochenende auf dem Nürburgring erneut hochkochte. Die Gewichte sind seit Monaten ein Streitthema, da sie ihren eigentlichen Sinn verfehlen, nämlich die Angleichung der Performance der Hersteller untereinander. Stattdessen wird aber taktiert, da die Bemessungsgrundlage der Rundenzeiten-Durchschnitt aller Autos einer Marke ist. Was dann zum Beispiel dazu führt, dass eine Marke nach einem Dreifachsieg ausladen darf.
Auf dem Nürburgring ist der BMW das leichteste Auto, der Audi ist dabei 25 Kilogramm schwerer als der BMW. Durchaus ein Pfund, laut Audi macht das knapp eine halbe Sekunde in der Eifel aus.

Gewichts-Posse: Audi will nicht der Bösewicht sein
Berger: „Demnach würden gewisse Bereiche am Fahrzeug, die die Hersteller derzeit noch frei aerodynamisch gestalten dürfen, standardisiert werden. Ein kostspieliger Entwicklungswettlauf um die beste Detaillösung in Bereichen, die der Fan nicht sieht, sollte vermieden werden.“ Ein Hersteller sei aber dagegen gewesen, so der Österreicher. Er nannte den Hersteller nicht, allerdings ist nun klar, dass sich Audi dagegen wehrte. Und die Ingolstädter wollten die Rolle des Buhmannes nicht unkommentiert stehen lassen.

Die Hersteller finden weiter keinen grünen Zweig
Gass erklärt: „Aus unserer Sicht wäre es sinnvoller, die Homologation in diesen Bereichen für alle zu öffnen. Jeder könnte im Rahmen des Reglements weiterentwickeln. Das ist sicherlich kein Garant für eine ausgeglichene Performance zwischen den Herstellern, aber in Anbetracht der überhitzten Diskussion ein sportlich fairer Kompromiss. Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass wir im Sinne und zum Wohle der DTM zu einer schnellen Lösung finden. Aber Fakt ist auch, dass es mit jedem gefahrenen Rennen schwerer wird.“
Service-Links



























