DTM: Lambo-Erfolg am Nürburgring
Bortolotti feiert Premierensieg in der DTM

Jetzt ist der Knoten geplatzt: Mirko Bortolotti gewinnt am Nürburgring sein erstes DTM-Rennen, Regen und Safety-Car sorgen für Spannung in der Eifel.
Bild: DTM/ADAC
- Frederik Hackbarth
Das lange Warten hat sich ausgezahlt: Mirko Bortolotti gehört seit seinem DTM-Debüt vor anderthalb Jahren zu den Spitzenpiloten der Serie, für einen Sieg hat es bisher aber nicht gereicht - am Samstag ist es endlich soweit, ausgerechnet auf dem Nürburgring!
"Letztes Jahr war hier einer der schlimmsten Tage", erinnert sich Bortolotti an seinen Crash vor zwölf Monaten, der ihn 2022 die Meisterschaftschancen kostete, "heute ist dafür einer der besten: Die Revanche ist gelungen."
Und wie: Nach Bestzeiten in Training und Qualifying, lässt der Lamborghini-Pilot vom Team SSR Performance vom Start weg nichts anbrennen, sorgt für den siebten Sieger im siebten DTM-Rennen der Saison. "Das war längst überfällig, vom reinen Speed her hätte er schon mehrere Rennen gewinnen müssen. Jetzt ist er endlich da angekommen, absolut verdient", adelt Ex-DTM-Champion und TV-Experte Timo Scheider den "Mann des Wochenendes".

Darf strahlen: Mirko Bortolotti ist endlich DTM-Sieger
Bild: DTM/ADAC
Vor allem der Schlussspurt wird für Bortolotti dabei zur Nervenprobe, denn nach einer späten Safety-Car-Phase, die seinen Vorsprung von bereits sieben Sekunden zunichte macht, gerät der Lambo-Fahrer unter Druck von Mercedes-Winward-Pilot Lukas Auer, der bei einem kontroversen Restart an DTM-Spitzenreiter Thomas Preining (Manthey Porsche) und Ricardo Feller (ABT Audi) vorbeigeht.
"Lukas war richtig schnell zum Schluss, ich musste also schon das ganze Rennen durchpushen, um mir endlich den ersten Sieg zu holen. Am Ende war ich einfach nur froh, dass das Rennen endlich vorbei ist", strahlt Bortolotti, der durch den Erfolg vor Auer und Preining quasi für ein österreichisches Dreifach-Podium sorgt: Zwar startet der 33-Jährige unter italienischer Flagge, als Sohn eines bekannten Eissalonbesitzers in Wien ist Bortolotti aber in der österreichischen Hauptstadt aufgewachsen und lebt dort heute noch.
Die nötige Prise Spannung liefert am Samstag in der Eifel einmal mehr das Wetter: Bei für August ohnehin extrem niedrigen Asphalttemperaturen von nur 17 Grad, sorgt ab Rennmitte ein Schauer für Chaos. Heftig ist dabei vor allem der Crash von Christian Engelhardt, der auf der nassen Fahrbahn hin zu Kurve eins sein Auto verliert und Porsche-Kollege Ayhancan Güven voll abräumt - beide Fahrer überstehen den harten Einschlag zum Glück unverletzt.

Heftiger Porsche-Crash: Engelhardt torpediert Güven
Bild: ran/ProSieben
Weil sich wenig später im Regen vor Kurve eins auch noch SSR-Lamborghini-Fahrer Alessio Deledda ins Kiesbett einbuddelt, schickt die Rennleitung das Safety-Car auf die Strecke und schiebt das Feld so noch einmal eng zusammen. Eis-Mann Bortolotti bleibt an der Spitze aber ganz cool und lässt sich davon nicht mehr beeindrucken: Mit seinem DTM-Premierensieg rückt er mit 88 Punkten hinter Leader Preining (106 Punkte) auf Rang zwei in der Meisterschaft vor.
Ergebnis: Nürburgring - Samstag, 4.8.2023
1. Mirko Bortolotti (SSR Lamborghini) 39 Runden (1:02:51.994 Std.)
2. Lucas Auer (Winward Mercedes) +1.199 Sek.
3. Thomas Preining (Manthey Porsche) +2.572
4. Ricardo Feller (Abt Audi) +3.117
5. Dennis Olsen (Manthey Porsche) +4.327
6. Marco Wittmann (Project 1 BMW) +7.205
7. Sheldon van der Linde (Schubert BMW) +10.163
8. Kelvin van der Linde (Abt Audi) +13.297
9. Patric Niederhauser (Tresor Orange1 Audi) +14.649
10. Thierry Vermeulen (Emil Frey Ferrari) +15.395
2. Lucas Auer (Winward Mercedes) +1.199 Sek.
3. Thomas Preining (Manthey Porsche) +2.572
4. Ricardo Feller (Abt Audi) +3.117
5. Dennis Olsen (Manthey Porsche) +4.327
6. Marco Wittmann (Project 1 BMW) +7.205
7. Sheldon van der Linde (Schubert BMW) +10.163
8. Kelvin van der Linde (Abt Audi) +13.297
9. Patric Niederhauser (Tresor Orange1 Audi) +14.649
10. Thierry Vermeulen (Emil Frey Ferrari) +15.395
DTM-Gesamtstand nach 7 von 16 Läufen:
1. Thomas Preining (Manthey Porsche) 106 Punkte
2. Mirko Bortolotti (SSR Lamborghini) 88
3. Sheldon van der Linde (Schubert BMW) 87
4. Ricardo Feller (Abt Audi) 75
5. Maro Engel (Landgraf Mercedes) 65
2. Mirko Bortolotti (SSR Lamborghini) 88
3. Sheldon van der Linde (Schubert BMW) 87
4. Ricardo Feller (Abt Audi) 75
5. Maro Engel (Landgraf Mercedes) 65
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