DTM Oschersleben 2011
Tomczyk darf träumen

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Martin Tomczyk kann mehr denn je vom ersten Titel in der DTM träumen. In Oschersleben rollte er das Feld von hinten auf und wurde Zweiter hinter seinem Teamkollegen Mattias Ekström.
(dpa/sb) Audi-Pilot Martin Tomczyk hat den Angriff von Mercedes-Rivale Bruno Spengler abgewehrt und seine Spitzenposition im Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) vielleicht schon entscheidend ausgebaut. Von Startplatz 14 kommend zeigte der Rosenheimer bei der turbulenten Regenschlacht von Oschersleben eine Galavorstellung und fuhr beim zweiten Saisonsieg seines Marken-Kollegen Mattias Ekström (Schweden) noch auf Rang zwei vor. Und das, obwohl sein A4-"Jahreswagen" von Runde 18 an beschädigt war. Als Dritter machte der Italiener Edoardo Mortara den zweiten Dreifach-Erfolg von Audi nacheinander perfekt. Der lange in Führung liegende Spengler musste sich dagegen nach technischen Problemen in der Mitte des achten von zehn Saisonläufen mit dem 13. Platz zufriedengeben.
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Regen in Oschersleben, entsprechend turbulent ging es zu.
Bild: Xpb.cc
Auf dem anspruchsvollen Kurs entwickelte sich auf dem nassen Asphalt von Beginn an ein turbulentes Rennen. Der von der Pole Position gestartete Audi-Pilot Miguel Molina (Spanien), der am Ende Achter wurde, verbremste sich bereits in der ersten Kurve und musste Spengler vorbeiziehen lassen. Derweil stürmte Tomczyk mit einem Parforce-Ritt auf Rang sechs vor. Nach drei Durchgängen war er bereits Fünfter. Sein Marken-Kollege Ekström, der am Ende in der Zeit von 1:16:14,996 Stunden siegte, setzte in der Zwischenzeit Spengler unter Druck und zog in der achten Runde am zweifachen Vize-Meister vorbei. Als sich dann der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher (Mercedes) zwei Runden später drehte, nutzte Tomczyk die Situation, verbesserte sich im Audi A4 von 2008 auf die vierte Position und legte damit die Grundlage für sein am Ende glänzendes Ergebnis. Neben ihm war auch Tagesgewinner Ekström sehr zufrieden. "Mein Auto war perfekt", sagte der 33-Jährige. "Ich habe ziemlich entspannt fahren können. Die rutschigen Bedingungen kenne ich aus Schweden, das war ein Vorteil."
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