DTM: Performance-Gewichte
Es wird weiter gebastelt

ABMS weiß: Vor dem Rennen in Moskau werden erneut Änderungen an den Performance-Gewichten vorgenommen. Künftig wird sogar gelost.
Bild: Picture-Alliance
Die Performance-Gewichte sind das große Streitthema in der DTM in dieser Saison. Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT steht fest: Vor dem fünften Event in Moskau (21. bis 23. Juli) wird noch einmal an der Regelung geschraubt. Es wäre das dritte Mal in diesem Jahr, dass aufgrund der Gewichte am Reglement rumgewerkelt wird.
Dass die Berechnung vor drei Wochen in Budapest vom Qualifying auf die Rennen verlegt wurde, endete in einer unsäglichen Taktiererei durch sogenannte „Target Lap Times“, ein Zielzeitfahren, um so wenig Gewicht wie möglich einzuladen. Anders gesagt: Es wurde nur so schnell gefahren wie nötig, da das Überholen auf dem Hungaroring sowieso schwierig war. Vor dem Norisring versuchte der DMSB, dies durch die Einschränkung der Kommunikation durch die Boxentafeln einzudämmen. Der Stadtkurs ist als Strecke allerdings speziell, dort gibt es mehr Überholmöglichkeiten. Sollten die Hersteller neue Tricks finden, droht auf dem Moscow Raceway wieder ein ähnliches Spiel wie in Ungarn. Deshalb folgt jetzt Teil drei: Ab Moskau werden die Voraussetzungen für die Berechnung verändert.

Wer muss in Zukunft wie viel Gewicht einladen?
Ist das nun die Lösung aller Probleme? Wäre es nach den Fahrern gegangen, hätte man sich gleich komplett von den umstrittenen Gewichten getrennt. ABMS weiß: Nach den Rennen auf dem Norisring hatten sich die Piloten geschlossen dagegen ausgesprochen und dem DMSB und der ITR das auch sehr deutlich mitgeteilt. Auch DTM-Chef Gerhard Berger ist kein Freund des Zusatzballasts. Und: Sogar die Hersteller hatten die Abschaffung durchaus diskutiert, kamen dabei aber zu keiner Einigkeit.

Bei den Fahrern sind die Gewichte äußerst unbeliebt
„Im Sport gibt es nur einen Sieger, es können nicht alle gewinnen. Die Intention dahinter kann ich verstehen, aber diese Gewichte sind nicht die richtige Lösung. Wenn ich der DTM-Chef wäre, würde es keine Gewichte geben. Fertig“, betonte Mattias Ekström bei ABMS. Er hätte einen Alternativ-Vorschlag: „Stattdessen sollte man es den Herstellern erlauben, die vom Reglement her eigentlich eingefrorenen Autos über den Winter weiterzuentwickeln.“ Das dürfte aber mit Verweis auf die in der DTM ständig gestellte Kostenfrage keine Alternative sein. Stattdessen wird nun noch einmal Feintuning betrieben. Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, bleibt abzuwarten.
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