DTM: Alle Mercedes-DTM-Autos

DTM: Schumacher, Ludwig, Schneider

Mercedes-Legenden kritisieren Ausstieg

Am Wochenende startet die DTM in die neue Saison. Doch wegen des Mercedes-Ausstiegs brauen sich dunkle Wolken zusammen. Die früheren Mercedes-Legenden üben Kritik.
Vor 30 Jahren stieg Mercedes werksseitig in die DTM ein. Seither haben sich die Silberpfeile zur absoluten Nummer eins der Serienhistorie gekrönt: Kein Hersteller kann die 181 Siege übertreffen, oder die 132 Polepositions oder gar die zehn Fahrer- und zwölf Markentitel. Doch Ende 2018 soll Schluss sein. Was die Mercedes-Legenden Klaus Ludwig, Bernd Schneider und Ralf Schumacher nicht verstehen können.
„Ich sage es ganz laut: Das ist sehr, sehr, sehr schade. Und auch echt traurig“, zeigt sich Klaus Ludwig, 1992 erster DTM-Meister für Mercedes, im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT enttäuscht. „Ich kann das auch ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Man gibt damit eine tolle Plattform auf. Und keiner kann wirklich sagen, warum. Okay, es kostet viel Geld. Und wenn man Erfolg haben will, kostet es erst Recht viel Geld. Audi und BMW machen halt keine Formel 1 nebenbei und können daher viel mehr ausgeben.“

An Freitag im Handel: Das Sonderheft zu 30 Jahre Mercedes in der DTM

Ralf Schumacher, der nach seiner Formel-1-Karriere fünf Jahre für Mercedes in der DTM fuhr, bläst ins gleiche Horn. Auch er sagt zu ABMS: „Ich finde es schade, dass Mercedes die Reißleine gezogen hat. Ich denke, es wäre auch anders gegangen. Aber vielleicht liegen die Prioritäten im Haus auch etwas anders, seitdem Norbert Haug bei Mercedes aufgehört hat.“ Schumi II sorgt sich auch um den Motorsport als solches. So sagt er: „Man muss es auch mal so sehen: Die DTM ist als Werkssport neben der Formel 1 eigentlich die einzige Alternative. Ich glaube, da macht sich noch keiner so wirklich Gedanken, was da passiert, wenn das wegbricht: Viele Fahrer, viele Mechaniker und so weiter werden dann auf der Straße sitzen.“
Auch DTM-Rekordmeister Bernd Schneider (Champion 1995, 2000, 2001, 2003 und 2006) sorgt sich nach dem Ausstieg von Mercedes um das Deutsche Tourenwagen Masters. „Ich persönlich bin traurig und enttäuscht, dass Mercedes ausgestiegen ist, denn Mercedes und DTM das gehört für mich zusammen. Auch wenn ich die Gründe nachvollziehen kann: Ich hätte es nicht gemacht“, so der 53-Jährige. Und weiter: „Gerhard Berger wird es verdammt schwer haben. Er hat extrem wenig Zeit, um darauf zu reagieren. In eineinhalb Jahren einen Hersteller zu überreden, DTM zu machen, ist nicht leicht. Ich drücke ihm die Daumen und würde es auch sehr schade finden, wenn es die DTM nicht mehr geben würde.“
Große Hintergrundgeschichten über diese drei Fahrer sowie vielen weiteren Mercedes-DTM-Legenden gibt es in einem 134-seitigen Special zu 30 Jahren Mercedes in der DTM von AUTO BILD MOTORSPORT, ab Freitag am Kiosk. Darin erinnern wir unter anderem auch an Michael Schumachers DTM-Gaststarts, die es in sich hatten. Oder an Ellen Lohrs Sieg 1992 in Hockenheim – die bis heute einzige Frau, die das geschafft hat. Wir werfen aber auch einen Blick voraus, was DTM-Fans 2018 in der letzten Mercedes-Saison noch erwartet.

DTM: Alle Mercedes-DTM-Autos

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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