DTM: Alle Mercedes-Rennsieger

DTM und Formel E zusammen zu teuer

Mercedes widerspricht sich selbst

Nach den packenden ersten DTM-Rennen wächst der Druck auf Mercedes, in der DTM zu bleiben. Vor allem widerspricht sich die Argumentation von Toto Wolff. Ein Kommentar.
Mercedes, der Totengräber der DTM? Die Meisterschaft ist so spannend wie lange nicht, steht aber wegen des Mercedes-Ausstiegs vor einer ungewissen Zukunft. Jetzt, wo die Fans wieder Gefallen an der DTM finden, wo das Racing wieder richtigem Tourenwagensport gleicht, wo die DTM im Aufschwung ist.
Nicht nur Tabellenführer Timo Glock findet: „Mercedes sollte in der DTM bleiben!“
Doch Mercedes lässt sich nicht auf diese Diskussion ein. Das Argument: Sich in Formel E und DTM gleichzeitig zu engagieren, sei zu kostspielig. Mercedes-Sportchef Toto Wolff: „Es wird schlicht zu teuer. Wenn wir den Einstieg in die Formel E mit der gleichen Ernsthaftigkeit angehen wollen, ist so etwas leider nicht finanzierbar.“

Toto Wolff widerspricht sich in der Argumentation selbst

Wirklich? Warum plädiert Mercedes in der Formel 1 dann gegen die Budgetobergrenze? Dort beträgt das Budget rund 400 Millionen Euro. Die neuen Formel-1-Besitzer wollen ein Limit von 150 Millionen festsetzen. Die Schwaben finden das nicht so prickelnd.
Was sagt Mercedes selbst zu diesem Widerspruch? DTM-Teamchef Ulrich Fritz im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT: „Man darf die Sachen nicht vermischen. Für die Formel E fallen jetzt Entwicklungskosten an. Die Formel 1 ist ein anderes Pflaster mit vielen Einnahmen, das ist etwas komplexer.“
Dem Druck der Kritik am Mercedes-Rückzug wollen sich die Schwaben nicht beugen. Fritz: „Der Aufwärtstrend kommt ja nicht von heute auf morgen. Das ist ein Ergebnis eines langen Prozesses. Aber wir haben uns seit einem dreiviertel Jahr damit abgefunden, dass wir keine DTM mehr machen. Ich habe den Entscheidungsprozess begleitet und weiß, wie schwer man sich diese Entscheidung gemacht hat und wie viel Zeit man sich dafür gelassen hat. Jetzt wird es keine Umkehr mehr geben.“
Zurück bleiben enttäuschte Fans.

DTM: Alle Mercedes-Rennsieger

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Picture-Alliance

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