DTM: Die besten Bilder aus Zolder 2020

DTM: Zukunft-Diskussionen

Wie viel Plus gibt es im GT-Plus-Format?

In der DTM gibt es weiterhin Diskussionen über das zukünftige Reglement. Die Frage ist: Wie viel Plus wird im GT-Plus-Reglement stecken?
Die DTM ist gerettet: Ab 2021 fährt die Rennserie mit aufgemotzten GT3-Fahrzeugen – unter dem so genannten GT-Plus-Reglement.
Die Diskussionen sind deswegen aber noch lange nicht beendet. Jetzt geht es um die Details. Und damit um die Frage: Wie viel Plus soll im GT-Plus-Format stecken?
Geht es nach DTM-Boss Gerhard Berger, dann sollen die GT3-Autos möglichst keine Fahrhilfen wie ABS und Traktionskontrolle haben, dazu auf 600 PS aufgedreht werden und möglichst auch stehend starten.
Geht es nach den Herstellern und Teams, dann sollen die GT3-Autos möglichst so zum Einsatz kommen, wie sie jetzt schon in diversen Rennserien wie dem ADAC GT Masters an den Start geschickt werden – um Kosten zu sparen.

Wahrscheinlich fliegende Starts

Beispiel stehende Starts: Die aktuellen GT3-Autos sind dafür nicht ausgelegt. Die Entwicklung einer Performance-Kupplung würde mit rund 50.000 Euro zu Buche schlagen. Noch entscheidender ist aber, dass die verschiedenen Fahrzeug- und Motorkonzepte unterschiedlich gut bei stehenden Starts wären. GT3-Autos haben je nach Hersteller verschiedene Motor- und Aerodynamik-Konzepte, die durch eine so genannte Balance-of-Performance (BoP) auf einen Stand gebracht werden.

Gerhard Berger ist zu Kompromissen bereit

©DTM

Berger scheint daher einzulenken. Auf „ran.de“ zeigt er sich offen für die Indy-Start-Variante, bei der in Zweier-Formation fliegend losgefahren wird – wie jetzt schon in der DTM nach Saftey-Car-Phasen. Berger: „Beim Start glaube ich eher, dass es einen fliegenden Start geben wird, auch wenn wir derzeit den stehenden Start sehr stark prüfen, weil er natürlich sehr DTM-nah ist. Aber es gibt auch die eine oder andere Idee für den fliegenden Start, die uns gefällt. Und die es den Teams viel leichter machen würde, ihre Autos darauf abzustimmen.“
Doch die Starts sind nicht das einzige Kernproblem. Derzeit existiert eine funktionierende BoP für die 13 GT3-Hersteller. Wenn jetzt die Motorleistung maximiert und die Fahrhilfen ausgebaut werden, dann müsste es eine neue Einstufung geben, die sich als äußerst komplex erweisen könnte.

Über 20 Autos am Start?

Dazu kommt die Kostenfrage für die Umrüstung der Autos. So sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Wir werden kein spezielles Auto für diese neue Meisterschaft entwickeln. Wenn kleine Modifikationen notwendig sind, dann kann man sich das anschauen. Das Interesse ist aber klar: Wir würden es bevorzugen, wenn wir die Autos nicht ändern müssen."
Trotz dieser Diskussionspunkte scheint das Interesse an der neuen DTM groß. Berger rechnet mit über 20 Autos, die beim Auftakt 2021 am Start stehen sollen.
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Bis dahin geht der spannende Meisterschaftskampf zwischen den drei Audi-Piloten Nico Müller (259), René Rast (249) und Robin Frijns (243) am Wochenende in Zolder weiter. Sat.1 überträgt wieder Samstag und Sonntag ab 13 Uhr.

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Fotos: Audi

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