E-Scooter: Test
Rollende Alltagshelfer: Die besten E-Scooter im Überblick

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- Rainer Schuldt
- Daniela Leistikow
- Rui Filipe Martins Machado
- Mats Pache
- Lukas Bruckmann
- Sebastian Geschwill
Inhaltsverzeichnis
E-Scooter sind in vielen Großstädten längst ein vertrauter Anblick. Die Idee dahinter: zunächst mit Auto oder Bahn fahren und dann den Rest der Strecke mit dem E-Roller zurücklegen – das nennen trendbewusste Pendler die „Last Mile“. Dank ihrer kompakten und faltbaren Bauweise lassen sich viele E-Scooter problemlos in Bus und Bahn mitnehmen oder schnell im Kofferraum verstauen, was das einfache Kombinieren verschiedener Verkehrsmittel erleichtert. Welche Modelle sind besonders praktisch?
Wir haben beliebte E-Scooter über mehrere Wochen getestet, dabei lag der Fokus auf Modellen mit Straßenzulassung, die unter 1.000 Euro kosten. Diese Scooter sind somit deutlich günstiger als hochwertige E-Bikes und halten die Schweißperlen ebenso effektiv zurück. Die Tests wurden von Fahrern unterschiedlicher Größe und Gewicht durchgeführt und konzentrierten sich auf folgende Aspekte:
- Akkuleistung: Sind die von den Herstellern angegebenen Reichweiten und Ladezeiten in der Praxis realistisch?
- Motorleistung: Die E-Scooter variieren in Motorleistung und Gewicht. Wie gut beschleunigen sie auf gerader Strecke, erreichen sie die maximalen 20 km/h und wie schlagen sich die Testobjekte am Berg?
- Bremsstabilität: Wie effektiv und stabil sind die Bremsen?
- Sicherheit: Verfügen die Scooter über ausreichend helle Beleuchtung, Blinker und Reflektoren?
- App: Ist eine begleitende App vorhanden ist und wie nützlich ist sie für die Benutzer?
Der ePF-2 XT 600 – der Name könnte glatt aus einem Elon-Musk-Kinderbuch stammen, doch dahinter verbirgt sich ein E-Scooter von ePowerFun. Mit einem 500-Watt-Hinterradmotor und drei verschiedenen Fahrmodi bietet der Roller vielseitige Leistungsoptionen. Im Eco-Modus dient der ePF-2 XT 600 lediglich als Schiebehilfe und erreicht maximal 5 km/h. Im "D"-Modus fährt man bis zu 15 km/h, während der Sportmodus ("S") die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 20 km/h ausreizt. Beim Test zeigte sich jedoch, dass der Roller selbst bei leichter Steigung in nur acht Sekunden auf 22 km/h beschleunigen kann. Der Hersteller weist in der Anleitung humorvoll auf die gesetzlich erlaubte Toleranz von 10 Prozent nach oben und unten bei der Höchstgeschwindigkeit hin.

Bis zu 22 Stundenkilometer kann man mit diesem E-Scooter erreichen.
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Sicher zum Stillstand?
Der ePF-2 XT 600 ist mit einer Trommelbremse vorne und einer elektrischen Motorbremse mit Rekuperation hinten ausgestattet. Die Daumenbremse am linken Griff regelt die hintere Motorbremse für sanftes Abbremsen. Der Bremshebel am rechten Griff steuert die starke Trommelbremse, die sich im Test als äußerst effektiv erwies – selbst bei 22 km/h kommt man schnell und sicher zum Stillstand. Dennoch sollte die Trommelbremse bei voller Fahrtgeschwindigkeit nur behutsam eingesetzt werden, da eine Vollbremsung bei maximalem Tempo als riskant eingestuft wurde. Insgesamt bietet der ePF-2 XT 600 jedoch ein hohes Maß an Sicherheit, unterstützt durch eine 50 Lux starke Frontlampe, die den Weg bei Dunkelheit gut ausleuchtet. Der Scooter verfügt außerdem über einen einfach zu bedienenden Blinker und eine gut hörbare Klingel für zusätzliche Sicherheit.
Ein langer Atem?
Im Praxis-Test verlor die Batterie nach 3 Kilometern Fahrt nur 6 Prozent ihrer Kapazität. Nach fast zwei Monaten ohne Aufladung und über 25 Kilometern Fahrt hatte der Akku noch 37 Prozent Restladung – der Verlust betrug also 63 Prozent. Der Hersteller verspricht eine Reichweite von bis zu 72 Kilometern unter optimalen Bedingungen, basierend auf einer 75 Kilogramm schweren Person, die mit 20 km/h fährt. Dass der Tester mehr wiegt und der Roller über zwei Monate hinweg nicht einmal aufgeladen werden musste, unterstreicht die beeindruckende Akku-Power des Scooters. Wer detailliertere Akku-Informationen in Prozent sehen möchte, kann dies entweder über die App erfahren oder durch Drücken des Ein- und Ausschalters während des Ladevorgangs überprüfen.

Jeder Scooter besitzt Blinker, die per Knopfdruck ein- und ausgeschaltet werden.
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Technische Raffinesse?
Die ePowerFun-App bietet eine Reihe nützlicher Funktionen. Mit ihr können Sie zum Beispiel eine Wegfahrsperre aktivieren, wenn Sie den Scooter kurz draußen stehen lassen. Die App zeigt zudem die Gesamtdistanz, die Kilometer der aktuellen Fahrt sowie die maximale Höchstgeschwindigkeit an. Besonders praktisch ist die genaue Akkuanzeige in Prozent. Diese Features machen die App zu einem unverzichtbaren Begleiter.
Leicht zu transportieren?
Der ePF-2 XT 600 wiegt laut Hersteller etwa 20 Kilogramm. Je nach körperlicher Verfassung kann es etwas anstrengend sein, den Roller über längere Strecken zu tragen. Allerdings ist der Scooter einklappbar, was den Transport in anderen Verkehrsmitteln erleichtert. Beachten Sie jedoch, dass in einigen großen Städten wie Berlin die Mitnahme im öffentlichen Nahverkehr verboten sein kann. Für den Transport zu Fuß bietet der Eco-Modus eine Schiebehilfe. Der Roller ist für eine maximale Belastung von 120 Kilogramm ausgelegt.
Zusammengefasst: ePowerFun ePF-2 XT 600
Der ePF-2 XT 600 rechtfertigt seinen höheren Preis durch eine beeindruckende Reichweite und gute Sicherheitsfeatures. Der Scooter erreicht nahezu die gesetzliche Höchstgeschwindigkeit und ist daher ideal für Speed-Liebhaber. Allerdings sollte bei hoher Geschwindigkeit besonders vorausschauend gebremst werden, da der Bremshebel sehr stark reagiert und eine Vollbremsung riskant sein kann. Zudem könnte das Design des blauen Modells etwas hochwertiger ausfallen.
In unserem Praxis-Test konnte die vierte Generation des Xiaomi E-Scooters mit ihrem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen. Mit einem Gewicht von etwa 17,2 Kilogramm gehört der Xiaomi-Roller zwar nicht zu den leichtesten Modellen im Testfeld, liegt aber im Mittelfeld. Das bedeutet, dass das Tragen über einige Treppenstufen oder der Transport beim Gleiswechsel am Bahnhof auch ohne große Anstrengung möglich ist. Mit seinen Maßen von 117,8 x 114,4 x 16 Zentimetern ist der Xiaomi Electric Scooter 4 größer als sein Vorgänger und wirkt durch das steife Gestänge etwas weniger handlich.

Für unseren Vergleich fuhr Sebastian Geschwill den Xiaomi Electric Scooter 4.
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Übersichtlich sicher
Der Xiaomi Electric Scooter 4 punktet mit einem klar strukturierten Display in der Mitte des Lenkers, das Geschwindigkeit, Fahrmodus und Akkuladung anzeigt. Über einen zentralen Knopf unterhalb des Bildschirms können Sie die Fahrmodi wechseln oder das Licht einschalten – für den Betrieb des Rollers ist kein Smartphone erforderlich. Zu den Sicherheitsmerkmalen gehören ein helles Vorder- und Rücklicht, Seitenreflektoren und Blinker. Besonders hervorzuheben ist das laute Blinksignal, das Fußgängern und Radfahrern auffällt und hilft, den Blinker nicht versehentlich eingeschaltet zu lassen, da er sich nicht automatisch ausschaltet.
Feingefühl erforderlich
Das Bedienfeld für die Blinker befindet sich am linken Griff zusammen mit dem Bremshebel und der Klingel, während sich rechts nur der Gashebel befindet. Im Test erwies sich das gleichzeitige Blinken und Bremsen als etwas kompliziert, da es einiges an Hand-Akrobatik erfordert. Eine gleichmäßigere Verteilung der Bedienelemente wäre möglicherweise praktischer. Die Bremsen des E-Scooters reagieren ab Werk sehr stark, was für ungeübte Fahrer zu ungewollten Stürzen führen kann, wenn sie abrupt bremsen. Trotz kräftigen Bremsens auf nasser Fahrbahn zeigte sich der Xiaomi-Scooter jedoch als gut ausbalanciert, ohne dass das Heck wegbrach.

Mitunter eine echte Herausforderung! Blinker, Klingel und Bremse sind alle links angebracht.
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Xiaomi Electric Scooter 4 auf der Straße
Der Xiaomi Electric Scooter 4 bietet drei Fahrmodi: Fußgängermodus, Standardmodus und Sportmodus. Diese unterscheiden sich sowohl in der Geschwindigkeit – der Fußgängermodus beschränkt das Tempo auf 10 km/h – als auch in der Reaktionsfähigkeit des Motors. Mit einer Nennleistung von 300 Watt benötigt der Scooter sechs bis acht Sekunden, um die Spitzengeschwindigkeit zu erreichen. Bei Steigungen, selbst unterhalb der vom Hersteller angegebenen maximalen Neigung von 16 Grad, sinkt die Geschwindigkeit jedoch auf bis zu 15 km/h, was auf eine gelegentlich ungleichmäßige Leistung des Motors hinweist.
Kapazität und Sparsamkeit
Der Hersteller gibt eine Reichweite von etwa 35 Kilometern an. Im Test erreichte der Sportmodus eher rund 30 Kilometer, während der Standardmodus näher an die 35 Kilometer heranreichte. Die Ladezeit beträgt im Durchschnitt etwa sechs Stunden. Die Akkuanzeige im Balkenformat erwies sich als etwas ungenau, was zu ungenauen Einschätzungen führen kann. Bei nur noch einem Balken wechselt der Scooter in einen energiesparenden Modus, der das Tempo auf etwa 10 km/h reduziert – ärgerlich, wenn man sich in Eile befindet.
App-gefahren
Die Xiaomi Home-App bietet alle wichtigen Informationen über den E-Scooter. Sie ist benutzerfreundlich gestaltet und ideal für Nutzer, die bereits andere Xiaomi-Produkte besitzen, da keine zusätzliche App erforderlich ist. Die App zeigt Fahrzeugdaten, verbleibende Akkuladung und Fehlermeldungen an und ermöglicht es, einen Diebstahlschutz zu aktivieren.

Der Ladeport des Rollers ist clever im Hals versteckt und wird durch einen roten Gummistopfen geschützt.
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Zusammengefasst: Xiaomi Electric Scooter 4
Der Xiaomi Electric Scooter 4 ist ein vielseitiger Allrounder, der sich durch eine ausgezeichnete Verarbeitung auszeichnet und sich gut für den täglichen Weg zur Arbeit oder eine Stadtbesichtigung eignet. Die Akkulaufzeit und Reichweite sind solide, obwohl die Ladezeit etwas kürzer sein könnte. Mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis ist der Electric Scooter 4 unser Kauftipp.
Der SO ONE PRO von SoFlow beeindruckt mit seiner Kombination aus leichtem Gewicht und kraftvoller Leistung. Trotz seiner lediglich 15 Kilogramm bringt der Scooter ordentlich Power und Ausdauer mit. Im Test zeigte sich der Scooter robust und hochwertig verarbeitet – die Schweißnähte sind sauber, es gibt kein Wackeln oder Klappern. Das Netzteil im Lieferumfang benötigt etwa drei Stunden, um den Scooter vollständig aufzuladen. Die Verbindung zur SoFlow-Smartphone-App erfolgt schnell und einfach via Bluetooth. Danach kann es auch schon losgehen: ab auf die Piste!

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SO ONE PRO im Praxistest
Schon nach den ersten Metern wird klar: Der SO ONE PRO hat richtig Power. Mit einem 500-Watt-Motor, der sogar bis zu 1.200 Watt leisten kann, beeindruckt der Scooter durch seine Leistung. Vor der Fahrt lässt sich die Kraftzufuhr bequem über die App in drei verschiedenen Modi einstellen, und während der Fahrt lässt sich das Tempo präzise über den rechten Handgriff dosieren. Die Bremsen sind ebenfalls gut durchdacht: Vorne sorgt eine Trommelbremse für Sicherheit, hinten wird die Bremswirkung elektronisch geregelt. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit funktioniert das Bremsen zuverlässig.
Steigungen und Reichweite
SoFlow gibt eine maximale Reichweite von 65 Kilometern pro Akkuladung an. Im Test, bei dem der Fahrer ein Gewicht von 108 Kilogramm hatte und oft die maximale Leistung abrief, erreichte der Scooter rund 46 Kilometer – ein solider Wert. Steigungen von bis zu 30 Prozent meistert der SoFlow SO ONE PRO ebenfalls gut, auch wenn die Geschwindigkeit auf solchen Rampen etwas langsamer wird.

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Smarter Blinker
Die Lichtanlage des SO ONE PRO ist hell genug und lässt sich per Knopfdruck steuern. Für die Blinker gibt es kleine Tasten, die das Ausstrecken des Arms überflüssig machen. Besonders praktisch: Die SoFlow-App ermöglicht die Planung der Route und zeigt auf dem Display im Lenker die nächsten Abbiegungen an. Auch andere Werte wie Geschwindigkeit, zurückgelegte Strecke und Akkustand sind dort abzulesen. Leider spiegelt der Bildschirm stark bei Sonnenschein, was die Lesbarkeit beeinträchtigt. Der Scooter ist auch gut transportabel: Mit einem Gewicht von 15 Kilogramm lässt er sich problemlos in die obere Etage tragen, wenn man den Lenker nach hinten klappt und arretiert.
Zusammengefasst: SoFlow SO ONE PRO
Der SoFlow SO ONE PRO ist ein robuster und durchdacht konstruierter E-Scooter, der trotz seines geringen Gewichts erstaunlich leistungsstark ist und auch bei Steigungen nicht schwächelt. Die Bedienung ist einfach, auch wenn der Bildschirm bei direkter Sonneneinstrahlung stark spiegelt. Insgesamt bietet der Scooter eine gute Leistung zu einem angemessenen Preis.
Der iScooter E9Max zählt zu den günstigeren E-Scootern und bietet dafür einiges an Leistung. Ausgestattet mit einem 350-Watt-Motor und zwei Fahrmodi, beschleunigt er im Sportmodus unseren Testfahrer in nur sechs Sekunden auf die Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h – ein beachtlicher Wert, selbst für schwerere Fahrer. Auch bei einer steilen Neigung erreichte der E9Max noch respektable 15 km/h. Das duale Bremssystem, bestehend aus einer Scheibenbremse und einer elektronischen Bremse, sorgte für verlässliches Anhalten. Die Bremsstärke ließ sich präzise über die beiden Bremshebel an der linken Lenkerseite regulieren, und eine Vollbremsung wurde ohne Stabilitätsverlust gemeistert. Der iScooter E9Max präsentierte sich insgesamt als robust und stabil, und die 10-Zoll-Wabenreifen sorgten für ein angenehmes Fahrgefühl auf glatten Oberflächen sowie eine effektive Dämpfung bei Unebenheiten.

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Ladeleistung und Transportfähigkeit
Der iScooter E9Max bietet je nach Fahrmodus eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern, was sich im Test als realistisch erwies. Allerdings ist die Ladezeit mit sechs bis acht Stunden vergleichsweise lang. Ein Nachteil ist, dass der Scooter keine Blinker hat. Die kostenfreie App für den E9Max ist zwar vorhanden, wirkt aber veraltet und bietet nur eingeschränkte Funktionen. Der Klappmechanismus des Scooters erfordert etwas Geschick, da die Lenkstange nur knapp am Trittbrett einrastet. Positiv hervorzuheben ist jedoch das Gewicht von 15,5 Kilogramm, das den Transport erleichtert. Zusätzlich wird eine praktische Tasche mit Klettverschluss für den Lenker kostenlos mitgeliefert.
Zusammengefasst: iScooter E9Max
Für den vergleichsweise niedrigen Preis bietet der iScooter E9Max solide Leistung, eine ordentliche Reichweite und eine stabile Fahrt. Das Fehlen von Blinkern, die veraltete App und der etwas knifflige Klappmechanismus trüben jedoch das Gesamtbild. Im Vergleich zum ebenfalls günstigen Xiaomi Electric Scooter 4 schneidet der iScooter E9Max im Preis-Leistungs-Verhältnis etwas schwächer ab. Insgesamt liefert er jedoch ein solides, wenn auch nicht perfektes Paket.
Der NIU KQi3 Max ist das Spitzenmodell des Herstellers und überzeugt bereits durch seine hohe Verarbeitungsqualität. Während der Fahrt gibt es kein Klappern, und das Design ist sowohl schlicht als auch stilvoll. Der 450-Watt-Motor, der temporär bis zu 900 Watt leisten kann, beschleunigt den Scooter in beeindruckenden sechs Sekunden auf 20 km/h – auch Steigungen meistert das Top-Modell souverän. Die 9,5-Zoll-Luftreifen sorgen für eine gute Stabilität und Dämpfung. Allerdings zeigten sich bei Vollbremsungen, trotz des ansonsten soliden Dreifachbremssystems (Scheibenbremsen vorne und hinten sowie eine Elektrobremse hinten), gelegentliche Stabilitätsprobleme. Ein weiterer Minuspunkt: Blinker fehlen beim NIU KQi3 Max, was in dieser Preisklasse bedauerlich ist. Positiv hervorzuheben ist die ausreichend helle Beleuchtung, die sich bei Nachtfahrten als nützlich erweist.

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Starke Leistung, aber mit Schwächen
Der NIU KQi3 Max überzeugt im Test mit einer großzügigen Reichweite von bis zu 65 Kilometern im sparsameren „E-Saver“-Modus, der jedoch auf 15 km/h begrenzt ist. Im normalen Fahrmodus erreichte der Scooter auf einer 3 Kilometer langen Strecke eine Reichweite von etwa 40 Kilometern. Der Wechsel zwischen den vier Fahrmodi sowie das Ein- und Ausschalten des Scheinwerfers erfolgt über einen zentralen Knopf am Display oder die zugehörige App. Beide Steuerungsoptionen erforderten im Test eine gewisse Eingewöhnungszeit und erwiesen sich als etwas umständlich. Die App bietet nützliche Funktionen wie die Anpassung der Rekuperationsstärke, könnte jedoch benutzerfreundlicher gestaltet sein. Mit einem Gewicht von 21 Kilogramm ist der NIU KQi3 Max nicht gerade leicht und stellt den Transport in höhere Stockwerke vor eine Herausforderung.
Zusammengefasst: NIU KQi3 Max
Der NIU KQi3 Max punktet durch seine hochwertige Verarbeitung, spritzige Leistung, selbst bei Steigungen, und eine realistische Reichweitenanzeige. Allerdings war die Bedienung des Knopfs und die App im Test etwas umständlich. Ein bedeutendes Sicherheitsmerkmal fehlt: Blinker sind nicht vorhanden. Für den Preis von 900 Euro bietet der NIU KQi3 Max dennoch starke Beschleunigung und eine ansprechende Reichweite, auch wenn einige Verbesserungen wünschenswert wären.
Für alle, die einen E-Scooter mit herausragender Leistung, Ausstattung und Reichweite suchen, ist der ePF-2 XT 600 von ePowerFun eine ausgezeichnete Wahl. Zwar ist er nicht günstig, bietet aber eine beeindruckende Reichweite von bis zu 72 Kilometern, starke Leistung, nützliche Sicherheitsfeatures wie Blinker und eine hilfreiche Begleit-App. Wenn Sie jedoch mit etwas weniger Reichweite und Motorleistung auskommen können, ist der Xiaomi Electric Scooter 4 eine empfehlenswerte Alternative. Dieser Roller ist oft bereits für unter 400 Euro erhältlich und bietet eine vergleichbare Ausstattung zu einem attraktiven Preis. Insgesamt hinterließen alle getesteten E-Scooter einen positiven Gesamteindruck und bieten jeweils ihre eigenen Stärken.
E-Scooter im Vergleichstest
Häufige Fragen zu E-Scootern
Worauf sollte ich beim Kauf eines E-Scooters achten?
Beim Kauf eines E-Scooters sollten Sie auf die Reichweite, die Höchstgeschwindigkeit, die Motorleistung, das Gewicht, die Sicherheitsfeatures und das Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Ein Scooter mit hoher Reichweite, starken Bremsen, guter Beleuchtung und einer nützlichen App kann die Nutzung erheblich komfortabler und sicherer machen.
Welche Motorleistung ist für meine Bedürfnisse ausreichend?
Für flaches Terrain reicht ein Motor mit 250-350 Watt. Für hügelige oder bergige Gegenden sind Motoren mit 450-500 Watt oder mehr empfehlenswert. Höhere Motorleistungen bieten auch eine schnellere Beschleunigung und besseres Handling an Steigungen.
Wie viel sollte ich für einen guten E-Scooter ausgeben?
Der Preis eines E-Scooters kann stark variieren, je nach Ausstattung, Leistung und Marke. Ein guter, zuverlässiger E-Scooter für den täglichen Gebrauch liegt in der Regel zwischen 400 und 900 Euro. Modelle im unteren Preissegment (etwa 300 bis 500 Euro) bieten oft eine solide Grundausstattung und sind für kurze bis mittlere Strecken geeignet. Hochwertigere Modelle ab etwa 600 Euro bieten zusätzliche Features wie stärkere Motoren, längere Reichweiten, bessere Stoßdämpfung und erweiterte Sicherheitsfunktionen. Es lohnt sich, ein Budget festzulegen und Modelle in diesem Bereich zu vergleichen, um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.
Welche Reichweite sollte ein E-Scooter haben?
Die Reichweite eines E-Scooters sollte je nach individuellen Bedürfnissen und Nutzungsszenarien gewählt werden. Für kurze Strecken innerhalb der Stadt oder zur Arbeit genügt oft eine Reichweite von 20 bis 30 Kilometern. Wenn längere Strecken oder mehrere Fahrten pro Tag geplant sind, empfiehlt sich ein Modell mit einer Reichweite von mindestens 40 Kilometern. Es ist wichtig, die Herstellerangaben kritisch zu betrachten, da die tatsächliche Reichweite durch Faktoren wie Fahrstil, Gelände, Gewicht des Fahrers und Wetterbedingungen beeinflusst werden kann. Ein Akku mit höherer Kapazität bietet mehr Flexibilität und reduziert die Notwendigkeit häufiger Ladezyklen.
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