E10-Einführung gestoppt
"Verbraucher verunsichert"

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Die Einführung des neuen Bio-Sprits E10 wurde vorläufig gestoppt – die Autofahrer verweigern ihn. Wirtschaftsminister Brüderle beruft einen "Benzingipfel" ein.
(dpa) Nach den massiven Absatzproblemen mit dem neuen Bio-Benzin E10 wird die weitere bundesweite Einführung vorläufig gestoppt. Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Minerölwirtschaftsverbandes (MWV), Klaus Picard, am 3. März 2011 der Deutschen Presse-Agentur. "Das System platzt sonst", sagte er mit Blick auf Versorgungsengpässe bei anderen Benzinsorten, die wegen des Käuferstreiks bei E10 verstärkt getankt werden. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) schaltete sich in das Chaos um den neuen Biosprit E10 ein: Er werde zeitnah alle Beteiligten zu einem "Benzin-Gipfel" einladen, sagte Brüderle in Berlin. "Fakt ist, dass die Verbraucher völlig verunsichert sind."
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Bisher wurde E10 bei knapp der Hälfte der bundesweit 15.000 Tankstellen eingeführt – vor allem im Osten und Süden des Landes. Nach den Angaben von Klaus Picard solle zunächst abgewartet werden, ob die Verbraucher E10 in den kommenden Tagen annehmen. Erst dann könne E10 in den restlichen Regionen Deutschlands eingeführt werden. Der neue Kraftstoff bleibt aber weiterhin an bereits mit E10 ausgestatteten Tankstellen erhältlich.
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Es gebe derzeit massive Versorgungsprobleme bei anderen Spritsorten, wie Super Plus. Zudem könnten viele Raffinerien ihre vollen E10-Tanks nicht leeren. Mit einem eindringlichen Appell an die Autofahrer hatte die Mineralölwirtschaft am 2. März zum Umstieg auf den neuen Bio-Supersprit E10 aufgerufen. Zudem sollen die Informationen an Tankstellen besser werden, damit Fahrer wissen, ob ihre Autos E10 vertragen. Nach neuen Berechnungen vertragen 93 Prozent der in Deutschland angemeldeten Autos E10, von den deutschen Fabrikaten sogar 99 Prozent.
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