Ein Raser wird mit 172 km/h erwischt
Irre Zahl: 34.606 Temposünder in einem halben Jahr

Die Stadt Würzburg hat im Oktober 2023 drei neue Blitzer installiert. Dass die nötig sind, unterstreichen aktuelle Zahlen.
Bild: DPA
Diese Blitzer leisten exzellente Arbeit! Und sie waren bitter nötig. Drei neu installierte stationäre Geräte haben in Würzburg in den ersten sechs Monaten 34.606 Fahrzeuge wegen Tempoüberschreitungen geblitzt. Das berichtet die Mainpost.
Die Blitzer wurden installiert, um die Verkehrssicherheit in der Stadt zu verbessern. Dass die Maßnahme nötig ist, hat sich im ersten halben Jahr angesichts der Bilanz bereits deutlich gezeigt. Die drei Überwachungsanlagen wurden an verschiedenen Standorten installiert, an zwei Stellen gilt ein Tempolimit von 50 km/h.
Klar ist: Die installierten Blitzer sind weit mehr als nur Überwachungsinstrumente zur Sanktionierung von Temposündern. Sie sollen nämlich auch präventiv wirken. Die ständige Präsenz der Blitzer soll Autofahrer dazu bringen, dauerhaft den Fuß vom Gas zu nehmen.
Ein Raser wird mit 172 km/h geblitzt
Dass dies dringend nötig ist, zeigen auch Einzelfälle. So gab es beim dritten Standort durch einen Fahrer einen heftigen Negativ-Ausreißer: Auf der Konrad-Adenauer-Brücke wurde der Raser mit einer Geschwindigkeit von 172 km/h geblitzt – erlaubt sind dort 60 km/h. Traurige Zahlen, die aber möglicherweise tatsächlich eine präventive Wirkung haben.
Für die lokalen Behörden sind die durch die Blitzer gesammelten Daten Gold wert. Sie dienen als Grundlage für gezielte Verkehrssicherheitskampagnen und ermöglichen es, die Verkehrsführung und -regelung noch feiner zu justieren.
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