Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte

Entscheidet sich Montag die F1-Zukunft?

Motor-Meeting wegweisend für Red Bull

Entscheidendes Treffen am Montag in Portimao: FIA, Liberty und Hersteller wollen über Zukunft des Antriebs beraten
Entscheidet sich am Montag in Portimao die Zukunft von Red Bull in der Formel 1? AUTO BILD Motorsport erfuhr: Einen Tag nach dem GP von Portugal wird die Antriebskommission der Königsklasse zusammentreten, um über das zukünftige Motorenreglement zu diskutieren.
Dabei werden die Vertreter der Hersteller sowie von Rechteinhaber Liberty Media und dem Automobilweltverband FIA einen Punkt ganz oben auf der Agenda haben: Red Bulls Forderung, die Weiterentwicklung der Power Units ab 2022 ganz einzufrieren. Ansonsten – so erfuhr diese Webseite – droht Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz, seine beiden Teams Red Bull Racing und Alpha Tauri Ende 2021 aus der Formel 1 zurückzuziehen.

Dr. Helmut Marko

©Red Bull Content Pool

Hintergrund: Nach dem Ausstieg von Honda planen die Österreicher, den neuen Motor, den die Japaner zum Abschied für die Saison 2021 noch entwickeln werden, in Eigenregie einzusetzen. "Aber nur, wenn die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden", erklärt Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko gegenüber ABMS. Soll heißen: Der Motor darf nicht mehr weiterentwickelt werden, bis ein neues Reglement verabschiedet wird. Das ist Stand jetzt 2026 der Fall. Marko: „Wir wollen nur zum Übergang ein Motorenhersteller sein."
Was Marko damit meint: Langfristig soll der VW-Konzern mit der Marke Porsche neuer Red Bull-Partner werden. Porsche vertraut dabei auf Chancengleichheit, die dann besteht, wenn alle Hersteller einen neuen Motor konstruieren müssen. Ein Einstieg bei noch laufendem Regelwerk macht keinen Sinn, da der Vorsprung besonders von Mercedes zu groß ist.
Marko konkretisiert: "Wir wollen in der Formel 1 bleiben, aber wir müssen die Möglichkeit haben, auch um Siege fahren zu können. Wenn das nicht möglich sein sollten, weil wir als normaler Motorkunde (beispielsweise von Renault oder Ferrari; d. Red.) zu große Nachteile verspüren, macht ein Dabeibleiben keinen Sinn mehr."
Die Formel 1 ist bei der Sitzung am Montag gefordert. Das Problem: 2023 will die Königsklasse mit 100 Prozent Biosprit fahren. Zumindest dafür müssten die V6-Turbos angepasst werden. Und: Ferrari soll sich gegen Red Bulls Wunschszenario stemmen. Die Italiener wollen den Motor weiterhin frei entwickeln.
Beraten wird auch darüber, das neue Regelwerk um ein oder mehr Jahre vorzuziehen, um Herstellern einen früheren Einstieg in die Königsklasse zu ermöglichen. Auch das wäre in Red Bulls Sinn, wobei ein neuer Motor „kostentechnisch deutlich günstiger werden muss“, so Marko. „Die Technik muss einfacher werden, der Betrieb CO2-frei, der Sound besser. Das wünschen sich auch die Rennsport-Enthusiasten.“

Formel 1: Die wichtigsten Hersteller in der Geschichte

Autoren: Ralf Bach,

Fotos: Red Bull Content Pool

Stichworte:

F1 Red Bull

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