Fazit: Das müssen Sie wissen

Tolle, hochwertige Packtaschen für Touren mit dem Rennrad oder Gravelbike. Tailfin hält auch auf Schotter bombenfest, nur an den verlagerten Schwerpunkt in Kurven muss man sich gewöhnen.
Pro
- viel Stauraum
- hochwertig und stabil
- regendicht
- kein Klappern
- Reflektoren
- für Laptops geeignet
- kann schnell an- und abgenommen werden
Kontra
- greift deutlich ins Fahrverhalten ein
- Trageriemen etwas lang
Hinweis
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Rennradfahrer sind Puristen. Ihre Maschinen müssen Eleganz und Leichtigkeit ausstrahlen, und nichts ist schlimmer als ein unaufgeräumtes Erscheinungsbild. Und obwohl das Rennrad die größte Reichweite aller Fahrradgattungen hat, ist das Reisen auf einem Rennrad immer noch eine schwierige Angelegenheit. Kaum ein Straßenradfahrer baut sich Gepäckträger an, abgesehen davon fehlen an vielen Rahmen die notwendigen Bohrlöcher.
Doch auch in diesem Radsportsegment ist ein neuer Trend erkennbar: Zunehmend wünschen Radfahrer sich Geräte, mit denen man Sport machen kann, zuverlässig zur Arbeit kommt und auch noch mehrtägige Touren machen kann. Gravelbikes, Allroad-Rennräder, sind Produkte, die diesen Trend aufgreifen. Ein anderes Produkt ist das Tailfin. Es ist eine Gepäcklösung für Rennräder, Gravelbikes und Mountainbikes.
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An dem bogenförmigen Gepäckträger kann auch ein kleiner Radschützer montiert werden.

Tailfin: Von der Kickstarter-Kampagne zum ausgereiften Produkt

Das Tailfin-System wurde in Großbritannien erdacht und von den Entwicklern über die Plattform Kickstarter finanziert. Seit ein paar Jahren sind die Gepäckträger und Taschen online erhältlich. Es handelt sich um ein Komplettsystem aus Tragevorrichtung und Tasche. Anstelle einer klassischen Gepäckplattform gibt es nur ein bogenförmiges Gestell, das an der Achse und an der Sattelstütze befestigt wird. Dafür sind zwei Taschenvarianten erhältlich, eine besonders leichte (Super Light Pannier Rack, getestet) und eine robuste (Ultra Durable Pannier Rack).

Folgende Merkmale sollen Sportradler bei Tailfin überzeugen

Schnelle Montage
das Gepäckgestell kann über einen Verschlusssystem in weniger als 30 Sekunden montiert werden

Elegante Optik
das schöne Sportgerät soll nicht durch einen klobigen Gepäckträger verunstaltet werden

Wenig Gewicht
350 Gramm für das Carbongestell und 650 Gramm pro Tasche (leichte Variante) erhöhen das Systemgewicht nur geringfügig

Vorteil Komplettsystem
Da Tasche und Träger zusammen entwickelt wurden, soll nichts klappern und die Taschen sollen nicht abfallen können
Tailfin_im_Test
Auch schlechtes Wetter mit viel Dreck und Regen konnte dem Tailfin nichts ausmachen.

Montage des Tailfin-Gepäckträgers

 
Tailfin-Rack
Die Taschen werden mit Hebeln am speziellen Gepäckträger befestigt.

Wir haben das Gepäcksystem mit zwei Super-Light-Taschen getestet. Da das Gestell an der Achse befestigt wird, müssen Schnellspanner oder Steckachse von einem Tailfin-Modell mit Fassung ersetzt werden. Steckachsenbesitzer müssen bei der Bestellung die richtige Länge angeben. Wir haben sowohl Schnellspanner als auch Befestigung mit Stechachse getestet, beides funktionierte absolut problemlos. An den Taschen müssen die Haken befestigt werden, die die Taschen am Gestell festhalten. Das Anbringen des Gestells ist sehr einfach: An der Sattelstütze wird eine Strebe befestigt und die Enden des Bogens werden an den Achsen festgeschnallt. Das dauert zehn Sekunden, auch die Befestigung der Taschen mit einem kleinen Hebel ist einfach und schnell, im Anschluss sitzen die Taschen bombensicher. Mit einer speziellen Schraube kann der Gepäckträger, immerhin aus Carbon, auch gegen Diebstahl geschützt werden. Das Fassungsvermögen der Tailfin-Tasche gibt der Hersteller mit 22 Litern an, gefühlt passt sogar noch etwas mehr rein.
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Die Befestigung passt an alle herkömmlichen Sattelstützen und lässt sich schnell an- und abmontieren.

Tailfin im Praxistest

So leicht, die Tasche und der Gepäckträger auch sind, Zusatzgewicht kommt durch den Inhalt zustande. Beladen mit dem Gepäck für ein langes Wochenende, ungefähr 10 Kilogramm, fährt es sich allerdings erstaunlich gut. Am besten ist, wenn man das Gepäck auf beide Seiten verteilt und nicht einseitig belastet. Von einem Top-Aerowert oder der schnellsten Zeit am Hausberg kann man sich trotzdem verabschieden. Die Befestigung der Taschen hielt auch auf Kopfsteinpflaster immer gut – und auf Asphalt klapperte nichts. Auch bei Schmuddelwetter, Regen und Matsch, schützten die Taschen ihren Inhalt hervorragend. Zum Transport der Taschen liefert Tailfin Schultergurte mit, auf dem Rücken tragen möchten man die Taschen aber nicht, denn der Bügel drückt am Rücken. Für die Taschen hätten wir uns noch ein kleines Außenfach für Werkzeug, Schläuche oder ähnliches gewünscht.

Fazit

von

BIKE BILD
Auch wenn es die Leichtigkeit des Rennradfahrens etwas einschränkt, das Tailfin hat uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet: Zum Beispiel mit dem Rennrad zur Arbeit fahren und nach Feierabend die Arbeitsklamotten in der Tasche verstauen, um direkt eine Trainingsrunde zu drehen. Oder mit dem Rennrad Touren mit einer oder zwei Übernachtungen zu machen. Technisch gesehen sind der Gepäckträger und die Taschen sehr ausgereift. Schön, dass die Idee eines Gepäcksystems für Rennradfahrer komplett zu Ende gedacht wurde. Alle Verbindungen funktionieren und halten, insgesamt wirkt jedes Teil hochwertig. Klar, dass das Prädikat hochwertig seinen Preis hat: Der Carbon-Gepäckträger allein kostet 279 Euro, pro Tasche werden nochmals 99 Euro fällig. Tailfin ist eine Empfehlung für alle, die mit dem Rennrad pendeln, oder damit mehrtägige Touren unternehmen möchten. Auch für Gravel- und Mountainbikefahrer sowie für Bikepacker ist das Tailfin-System hochinteressant.

Von

BIKE BILD