Die Deutschen Autoversicherer schlagen Alarm: Die Quote von zugelassenen Autos mit ESP in Deutschland ist im vergangenen Jahr von 81 Prozent (2008) auf 78 Prozent gefallen. Nach Schätzungen der Unfallforschung der Versicherer (UDV) wurden im Boomjahr 2009 mehr als 830.000 Pkw ohne das Elektronische Stabilitätprogramm neu zugelassen. Schuld daran ist die Abwrackprämie: Die meisten neu gekauften Fahrzeuge waren Kleinwagen – und da gibt es ESP oft nur gegen Aufpreis. Diesen scheuen aber Kleinwagenkunden mehr als Käufer von größeren und damit teureren Fahrzeugen.
Beladung
Bei den Kleinstwagen gehört dieses Symbol im Jahr 2010 nur bei zwei Modellreihen zur Serienausstattung.
Bild: Sven Krieger
Eine Besserung ist kaum in Sicht: Nach UDV-Angaben gibt es auch 2010 bei einem Viertel aller angebotenen Modellreihen (22 insgesamt) den Schleuderschutz nicht serienmäßig. Am schlimmsten ist die Lage bei den Kleinstwagen. Bei den 19 Baureihen gehört ESP nur beim Smart und beim Toyota iQ zum Standard (elf Prozent). Nur wenig besser sieht bei bei den Kleintransportern aus (23 Prozent), bei den Kleinwagen sind auch nur die Hälfte immer mit ESP ausgestattet. In der oberen Mittelklasse, der Oberklasse sowie den Sportwagen liegt die Quote dagegen bei 100 Prozent.
Folgende Fahrzeughersteller bieten ESP laut UDV in allen Autos serienmäßig an: Alfa Romeo, Audi, BMW, Cadillac, Chrysler, Honda, Jaguar, Jeep, Lexus, Mercedes, Porsche, Saab, Seat, Smart, SsangYong und Volvo. Dacia und Daihatsu haben keine Modellreihen mit serienmäßigem ESP. Lada bietet gar kein Auto mit ESP an.