(dpa) Der Autovermieter Europcar hat einen Teil seiner Flotte ohne Wissen der Kunden per Navigationssystem GPS orten lassen. Dafür muss das Unternehmen 54.000 Euro Bußgeld zahlen, wie der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz Johannes Caspar am 17. Juli 2012 mitteilte. Die Firma mit Sitz in Hamburg hatte 1300 hochwertigen Fahrzeugen Ortungssysteme eingebaut, um nach eigenen Angaben Diebstähle leichter aufklären zu können. Außerdem sollte kontrolliert werden, ob sich der Mieter noch im vereinbarten Gebiet befindet. Neben dem Standort wurden Datum, Zeit und auch die Geschwindigkeit der Autos festgehalten.

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Europcar-Station in München
Europcar ist Europas größter Autovermieter. In Deutschland verfügt das Unternehmen über mehr als 570 Stationen.
Für die Ortung war seit 2004 eine Firma in Schleswig-Holstein zuständig. Dort ergaben die Ermittlungen, dass auch ohne Anlass zusätzlich alle 48 Stunden eine Ortung der teuren Wagen erfolgte. Das war nach Angaben der Datenschutz-Behörde nicht erlaubt, weil die Fahrer davon nichts wussten. Mittlerweile hat Europcar den Angaben zufolge die regelmäßige Ortung alle 48 Stunden ganz abgestellt. Eine Sprecherin erklärte, das Unternehmen werde das Bußgeld umgehend zahlen.