Extreme E

Extreme E: Ocean XPrix

Rosberg schickt Hamilton in die Wüste

Das Rosberg-Team gewinnt auch das zweite Extreme-E-Event – nach einer Kollision mit dem Hamilton-Team.
In der Formel 1 lieferten sich Lewis Hamilton und Nico Rosberg im Krieg der Mercedes-Sterne viele spannende WM-Duelle. In der Extreme E treffen sie nun als Teamchefs wieder aufeinander. Und die Teams geben sich Saures. Auch beim zweiten Lauf, dem Ocean XPrix in Senegal.
Im Finale rasten Molly Taylor (Rosberg) und Cristina Gutierrez (Hamilton) auf die erste Kurve zu. Nach einer Berührung setzte sich Taylor durch, Gutierrez schied mit einem Aufhängungsschaden aus. Auch das Team von Jenson Button musste nach den ersten Metern schon die Segel streichen – auch am 306 PS starken Odyssey-21 von Kevin Hansen und Mikaela Ahlin-Kottulinsky brach nämlich die Aufhängung.
Damit waren nur noch zwei Autos übrig: Taylor verteidigte ihren Vorsprung vor Veloce-Pilot Stéphane Sarrazin. „In Turn eins war es wild, ich habe nach zehn Sekunden schon die Zusatzleistung des Hyperdrives verwendet. Danach habe ich nur noch versucht, meinen Vorsprung zu verteidigen.“
Wegen den gestrandeten Autos kam die rote Flagge heraus. Die Entscheidung fiel nach einem weiteren stehenden Start nach dem Fahrerwechsel zwischen Rosberg-Pilot Johan Kristoffersson und der Veloce-Fahrerin Jamie Chadwick. Sie hatte gegen Kristoffersson keine Chance.
Teambesitzer Nico Rosberg jubelt: „Das ist so cool. Es war wieder so ein intensives Wochenende, weil noch immer alles neu ist. Molly hatte einen tollen Start, war in der ersten Kurve phänomenal und Johan hat es super nach Hause gefahren.“
Kleinschmidt mit starkem Debüt

Jutta Kleinschmidt gab ihr Renncomeback

©Extreme E

Kristoffersson setzte sich übrigens schon im Halbfinale durch – nach einem spektakulären Überholmanöver gegen Sébastien Loeb (Hamilton). Auch da kam es zu einer Berührung der beiden Teams.
Bei Abt Cupra fiel Claudia Hürtgen, die in Saudi-Arabien einen spektakulären Überschlag hatte, wegen einer Magen-Darm-Erkrankung aus. Als Ersatz sprang Jutta Kleinschmidt ein. Die 58-Jährige kennt das Gelände in Senegal, schließlich hat sie hier vor 20 Jahren als einzige Frau die berühmt berüchtigte Rallye Dakar gewonnen.
Dennoch: „Ich habe nur eine langsame Runde auf dieser Strecke hier in den Sanddünen gedreht, deshalb wusste ich nicht, was mich erwartet, aber ich hatte wenig Zeit, darüber nachzudenken. Eigentlich musste ich einfach losfahren und hoffen, schnell zu sein“, erklärt die Deutsche.
Und das war sie. Das Abt-Cupra-Team kam unter die Top-3 im Qualifying, scheiterte dann knapp am Einzug ins Finale – auch weil durch ein Kommunikationsproblem Kleinschmidt fünf Sekunden zu spät losgefahren ist. Kleinschmidts Teamkollege Mattias Ekström lobt die Ersatzfahrerin: „Ihre Entschlossenheit zu sehen, ist einfach unglaublich - sie ist Feuer und Flamme.“
In der Tabelle liegt das Team Rosberg nun 14 Punkte vor dem Team Hamilton (71:57). Lauf drei steigt am 28./29. August auf den Gletschern von Grönland.
Ergebnis Ocean XPrix
1. Johan Kristoffersson/Molly Taylor (Rosberg)
2. Stéphane Sarrazin/Jamie Chadwick (Veloce)
3. Kevin Hansen/Mikaela Ahlin-Kottulinsky (JBXE)
4. Sébastien Loeb/Cristina Gutierrez (X44)
5. Mattias Ekström/Jutta Kleinschmidt (Abt Cupra)
6. Oliver Bennett/Christine Giampaolo Zonca (Xite Energy)
7. Kyle LeDuc/Sara Price (Ganassi)
8. Carlos Sainz/Laia Sanz (Acciona Sainz)
9. Timmy Hansen/Catie Munnings (United Andretti)
Punktestand Fahrer
1. Johan Kristoffersson/Molly Taylor 71
2. Sébastien Loeb/Cristina Gutierrez 57
3. Mikaela Ahlin-Kottulinsky 44
4. Timmy Hansen/Catie Munnings 37
5. Oliver Bennett/Christine Giampaolo Zonca 37
6. Carlos Sainz/Laia Sanz 36
7. Mattias Ekström 35
8. Stéphane Sarrazin/Jamie Chadwick 31
9. Sara Price 26
10. Kyle LeDuc 25
11. Kevin Hansen 24
12. Jutta Kleinschmidt 22
13. Jenson Button 17
14. Claudia Hürtgen 13

Fotos: Extreme E

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