Vettel

Fabian Vettel im ADAC GT Masters

Nanu, Vettel fährt jetzt Mercedes!

Exklusiv: Fabian Vettel startet 2019 im ADAC GT Masters – und das ausgerechnet in einem Mercedes!
Sebastian Vettel (31) fährt 2019 bei Ferrari auf den Spuren seines Idols Michael Schumacher. Dessen Bruder Ralf startete ebenfalls in der Formel 1. 2019 nun soll sich die Geschichte wiederholen. Vettel will in seinem fünften Ferrari-Jahr wie Schumi den WM-Titel. Und sein Bruder Fabian macht die Geschwister zur schnellsten Familie Deutschlands. Allerdings fährt er ausgerechnet für die silberne Konkurrenz…
AUTO BILD MOTORSPORT und BILD erfuhren exklusiv: Fabian Vettel (19) geht 2019 im ADAC GT Masters in einem Mercedes-AMG GT3 an den Start. In der Liga der Supersportwagen fährt der Heppenheimer für das Team HTP die sogenannte „gelbe Mamba“. Es ist das auffälligste Auto im Feld, weil Sponsor Mann-Filter den 550-PS-Boliden in auffälligem neon-gelben Schlangen-Look designt hat.
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Vettel zu AUTO BILD: „Ich bin megahappy und ein bisschen aufgeregt, fühle mich aber zu 100 Prozent bereit dafür.“ Der jüngere Bruder von Vierfachweltmeister Sebastian fährt erst seit zwei Jahren professionell Rennen, startete vergangene Saison in der Lamborghini Supertrofeo und schaffte es sogar aufs Podest.
Das ADAC GT Masters ist jetzt noch mal eine Stufe höher, GT3 Autos anders zu fahren als ein Markenpokal-Lambo. Vettel: „Das GT Masters ist die Serie, in der man sich etablieren muss, wenn man im Sportwagensport erfolgreich sein will.“ Seine Gegner: Audi, Porsche, Corvette, Ferrari und Co.

Fabian Vettel sitzt in der neuen Saison am Steuer einer gelben Mamba.

Und was sagt sein Bruder dazu, dass Fabian fremd fährt? Vettel II ganz pragmatisch: „Ich muss gucken, wo ich bleibe und Seb muss schauen, wo er bleibt. Deshalb ist es ihm im Endeffekt auch egal, in welchem Auto ich sitze. Hauptsache ich bin schnell. Deswegen nahm er das locker und hat gesagt: ,Wenn du die Möglichkeit hast, dann mach’s!"
Allerdings ist es auch für Fabian Vettel selbst ungewohnt. „Mercedes war irgendwie immer unser Gegner“, gibt er zu. „Das lag praktisch in der Familie, weil mein Bruder zuletzt immer nur gegen die eine Marke gefahren ist. Am Anfang war es deshalb komisch. Aber Mercedes ist erfolgreich – in allem, was sie tun. Und ich habe auch kein Problem damit, dass mein Bruder in der Formel 1 gegen Mercedes kämpft und ich im GT Masters für sie fahre.“
Vettels Teamkollege wird der Münchner Philip Ellis (26), der 2016 den Audi Sport TT Cup gewann, in dem damals auch Fabian Vettel fuhr. „Mit Philip Ellis und Fabian Vettel wissen wir zwei der wohl besten GT-Nachwuchspiloten in unseren Reihen“, sagt HTP-Teamchef Norbert Brückner. „Fabian steht erst vor seiner dritten Automobilsport-Saison, hat uns bei den Testfahrten aber beeindruckt. Er ist talentiert, ehrgeizig, lernwillig und bringt so alle Voraussetzungen mit, um auch auf dem enorm hohen Niveau zu bestehen.“
Saisonstart ist am 27./28. April in Oschersleben. Doch Vettel schraubt seine Ziele noch nicht zu hoch. „Das GT Masters ist eine sehr professionelle und etablierte Meisterschaft mit großen Namen. Man muss nur an Timo Bernhard denken, der schon in Le Mans für Porsche gewonnen hat. Deswegen gehe ich da mit viel Respekt ran, aber auch viel Ehrgeiz. Ich versuche das Maximale aus mir rauszuholen und so viel wie möglich zu lernen.“

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Hersteller

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